Extrem-Tuning Lametta für die Luxusklasse
Multimedia-Entertainment: Fernseher im Armaturenbrett, ausufernde Stereoanlage in einer speziell angefertigten Konsole im Dachhimmel des Coupés - für keine dieser Modifikationen gab es Teile, geschweige denn Erfahrung. Die Luxusklassen-Tuner betraten hier absolutes Neuland, so etwas hatte niemand zuvor gemacht.
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Viel Gold und Regenbogenfarben: Das waren die Markenzeichen von Scheich Hamad bin Hamdan al Nahyan, auch bekannt als - Überraschung - der Regenbogenscheich. Er war einer der besten Kunden der Stylingarage: Allein anlässlich der Hochzeit seiner Cousine orderte er 36 Autos aus Pinneberg.
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Die Styling Garage auf Tour: Von Zeit zu Zeit ging die Styling-Garage mit ihren Kreationen auf Promo-Tour. In Deutschland mit mäßigem Erfolg - die meisten Menschen hierzulande verfügten nicht über das nötige Kleingeld, um sich einen solchen Luxus-Liner in die Garage zu stellen. Die Hauptkundschaft von Styling Garage und Co. kam dementsprechend aus dem Ausland.
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Höchste Weihen: Kaum zu glauben, aber wahr - auch Papst Johannes Paul II verließ sich auf Styling Made in Pinneberg. Wie genau die extralange S-Klasse des katholischen Kirchenoberhauptes ausgestattet war, ist leider nicht bekannt.
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Feinste Handarbeit: Man kann über die ästhetische Leistung der Styling Garage sagen, was man will - das Handwerk war vom Feinsten. In dieser verlängerten S-Klasse wurde die durchgehenden Sitzbank hinten von zwei mit edlen Stoffen bezogene Einzelsitze ersetzt - deren Position sich elektrisch verstellen ließ.
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Supersize it: "Es kommt nicht nur auf die Länge an" wird Männern dieser Welt spätestens ab der Pubertät tröstend versprochen. Die fleißigen Flexer von der Styling Garage erinnerten sich an den Spruch und verbreiterten diese S-Klasse um einen knappen halben Meter. Rechts daneben ist zum Vergleich die normale Limousine geparkt.
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Kein Volkswagen: Mit diesem Golf 1 fing alles an. Unter den Händen von Chris Hahn von der Styling Garage war aus dem ab Werk eher spartanisch eingerichteten Kompaktwagen ein Luxus-Liner geworden, der vom einem vor dem Beifahrersitz thronendem Farbfernseher gekrönt wurde.
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Die Fernbedienung: Kaum etwas demonstriert den Irrwitz des Luxus-Tuning so präzise wie diese Armada an Bedienknöpfen im Fond eines SGS 1000. Rollt die S-Klasse in ihrer absoluten Top-Ausstattung in Stuttgart vom Band, befinden sich an exakt dieser Stelle maximal vier Knöpfe. Und hier? Zählen Sie selbst ...
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Das Spielzeug: Dieser großzügige Fond mit doppelter Sitzbank und etlichen andere Features konnte durch die üppig ausgefallene Bedienleiste in der Tür bespielt werden.
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Klares Klischee: Für die meisten Deutschen waren die Kreationen von Styling Garage und Co. pompöse Potenzschleudern, die höchstens das Ansehen von Halbweltgestalten aufpolieren konnten. Woher dieser Eindruck kam? Vielleicht von Fotos wie diesem - eine leicht bekleidete Dame fährt in einem SGS Gullwing bei.
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Karosse für den King of Pop: Diese lange S-Klasse ging an Michael Jackson höchstpersönlich. Über etwaige Ausstattungssonderwünsche von "Jacko" gibt es leider keine Informationen - angeblich soll der Wagen aber tatsächlich noch in seinem Besitz sein.
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Detailarbeit: Ein weiteres Beispiel für die Detailversessenheit der Styling Garage. Hier wurde nicht einfach nur die hintere Sitzbank durch zwei Sportsitze von Recaro und eine edelholzgetäfelte Mittelkonsole ersetzt. Nein, in die Kopfstützen wurden auch noch Stereolautsprecher integriert - so etwas gab es damals nirgendwo zu kaufen, das war Pionierarbeit.
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Runder Bug: Die hier auf dem Bild zu sehende Haube heört eigentlich nicht zu dieser S-Klasse, sondern rund 20 Jahre älteren S-Klasse-Generation, wurde aber von der Styling Garage als Sonderzubehör angeboten. Das geschmacklich streitbare Extra kostete ein Kleingeld von 16.000 DM, was in etwa dem Gegenwert eines Golf I entsprach.
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Standesgemäß: Das Top-Modell der Styling Garage, der 1000 SGS, vor passendem Ambiente - dem Hamburger Luxushotel "Vier Jahreszeiten".
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Der Falke: Ebenfalls als Zubehör erhältlich war ein Schaltknauf in Form eines Falkenkopfes. Dieser war nicht nur in Holzausführung zu haben - sondern auch in purem Gold.
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Stereo Deluxe: Nicht gerade filigran, aber eindrucksvoll - das von der Styling Garage speziell angefertigte, verlängerte und erhöhte Armaturenbrett. Nun war Platz genug für einen Fernseher und eine ausladende Stereoanlage - letztere natürlich vergoldet.
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Kleiner Vergleich: Im Vergleich mit dem um einen Meter verlängerte SGS 1000 wirkt die längste Serien-S-Klasse, der 500 SEL, fast wie ein Spielzeug.
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Bling Bling: Die Scheinwerfereinfassung vergoldet - ein typischen Detail à la Styling Garage.
SGS Gullwing: Erster Besitzer des inzwischen von Markus Potztal gefahrenen Flügeltürers - Prinz Frederic von Anhalt.
Der ganze Stolz: Markus Potztal und sein Baby - einer von drei noch in Deutschland zugelassenen SGS Gullwing-Flügeltürern. Potztal ist so etwas wie der geistige Nachlassverwalter der Styling Garage: Auf seiner privaten Homepage sammelt er alles verfügbare Material zum Thema.