F1-Piloten 2010 Von Button bis Webber
Jenson Button (McLaren): Der Sensations-Weltmeister aus dem vergangenen Jahr hat das Team gewechselt, sitzt 2010 in einem McLaren-Cockpit, fährt seine elfte Saison in der Königsklasse. Das Ziel des Briten: Titelverteidigung
Lewis Hamilton (McLaren): Der Champion von 2008 hatte ein enttäuschendes Jahr 2009. Nun will er in einem rein britischen Team zurück zu früheren Erfolgen - und sich die "1" zurück auf sein Auto holen.
Michael Schumacher (Mercedes GP): Das Sensations-Comeback! Der siebenmalige Weltmeister ist nach drei Jahren Pause zurück auf den Pisten rund um den Globus. Aber nicht in einem Ferrari, sondern in einem Mercedes-Silberpfeil. Das ändert aber nichts an seinem Ziel: Weltmeister-Titel Nummer acht.
Nico Rosberg (Mercedes GP): Endlich ist der Wunsch des Deutschen in Erfüllung gegangen, für einen der Spitzen-Rennställe zu fahren. Doch nun hat er als direkten Konkurrenten den Rekordweltmeister im eigenen Team. Nichtsdestotrotz stehen die Chancen auf den ersten Grand-Prix-Sieg der Karriere gut.
Sebastian Vettel (Red Bull): Der Vizeweltmeister will den nächsten Schritt machen und den Titel holen. Sollte dem 22-Jährigen dies 2010 gelingen, wäre er der jüngste Formel-1-Weltmeister der Geschichte.
Mark Webber (Red Bull): Der Australier hat in der vergangenen Saison am Nürburgring seinen ersten Grand Prix gewonnen, es folgte ein weiterer in Brasilien. 2010 will er mehr.
Fernando Alonso (Ferrari): Vom Kart in die Formel 1 und dann irgendwann zu Ferrari. Der Spanier geht weiter auf seinem geplanten Karriereweg. Das nächste Ziel ist nicht schwer zu erraten: Ein Titel in Rot.
Felipe Massa (Ferrari): Der Brasilianer ist nach seinem schweren Unfall in Budapest zurück auf der Strecke. Das interne Duell gegen Fernando Alonso wird für ihn allerdings nur schwierig zu gewinnen sein.
Rubens Barrichello (Williams): Kein Pilot hat mehr Grand-Prix-Starts auf dem Buckel als der 37-Jährige (zu Saisonbeginn 287). Zwei Mal wurde der Brasilianer Vize-Weltmeister, der ersehnte Titel erscheint im Williams sehr unwahrscheinlich.
Nico Hülkenberg (Williams): Der Sieger der GP2-Serie von 2009 geht in seine Premieren-Saison in der Königsklasse des Motorsports. Entsprechend wird er zunächst kaum große Erfolge feiern können. Sein Manager aber ist bereits der eines Weltmeisters: der allseits bekannte Willi Weber.
Robert Kubica (Renault): Der Pole fährt seine erste Saison für das französische Team, kam von BMW-Sauber. Bei 57 gestarteten Grand Prix (Saisonbeginn) steht bislang ein Sieg für ihn zu Buche: 2008 in Kanada.
Vitaly Petrov (Renault): In der GP2-Serie wurde der Russe 2009 zweiter hinter Nico Hülkenberg, jetzt hat sich auch sein Traum von der Formel 1 erfüllt. Damit ist er der erste russische Pilot in der Geschichte der Königsklasse.
Adrian Sutil (Force India): Der Deutsche geht in seine vierte Formel-1-Saison, sein bestes Ergbnis ist bislang ein vierter Rang.
Vitantonio Liuzzi (Force India): Der Italiener kam bereits zum Ende der vergangenen Saison zu dem indischen Team, als Giancarlo Fisichella zu Ferrari wechselte. Nun bekommt er die Chance, ein ganzes Jahr lang das Auto zu lenken.
Sébastien Buemi (Toro Rosso): Der einzige Schweizer im Feld geht in seine zweite Saison. Vergangenes Jahr holte er sechs WM-Punkte, 2010 will er sich steigern.
Jaime Alguersuari (Toro Rosso): Der junge Spanier übernahm Mitte der vergangenen Saison das Cockpit des entlassenen Sébastien Bourdais. Zu Beginn schlug ihm aus Fahrerkreisen viel Misstrauen entgegen, da er relativ wenig Renn-Erfahrung aufweisen konnte, nie zuvor ein Formel-1-Grand-Prix bestritten hatte. Von acht Rennen konnte er nur drei beenden - eine Bilanz, die es zu verbessern gilt.
Bruno Senna (Hispania): Ein großer Name kehrt zurück in die Formel 1. Bruno ist der Neffe des 1994 tödlich verunglückten dreimaligen Weltmeisters Ayrton Senna.
Karun Chandhok (Hispania): Der Inder ist ein weiterer Neuling in der Formel 1. Sein Team wird ihn nicht ohne wirtschaftlichen Hintergedanken unter Vertrag genommen haben: kommendes Jahr soll es einen Grand Prix in Indien geben. Ein Landsmann weckt da Interesse und hilft bei der Sponsorensuche. Seit dem Rennen in Großbritannien sitzt er allerdings nicht mehr im Cockpit, er wurde ersetzt durch....
...den Japaner Sakon Yamamoto. Bereits in den Jahren 2006 (Super Aguri) und 2007 (Spyker) fuhr er einige Rennen in der Formel 1. Sein bestes Ergebnis war ein zwölfter Platz 2007 beim Grand Prix in seiner Heimat.
Kamui Kobayashi (BMW-Sauber): 2009 vertrat der Japaner als Ersatzfahrer in den letzten beiden Saisonrennen bei Toyota den verletzten Timo Glock. Nach dem Rückzug des Herstellers war er ohne Job - bis ihn Peter Sauber verpflichtete.
Pedro de la Rosa (BMW-Sauber): Der Spanier fuhr bereits von 1999 bis 2006 für Arrows, Jaguar und McLaren in der Formel 1. Der 39-Jährige kehrte zurück in die Königsklasse und war damit hinter Michael Schumacher der zweitälteste Pilot im Feld. Nach dem Grand Prix in Monza jedoch ersetzte ihn Teamchef Peter Sauber durch...
...Nick Heidfeld: Der 33-jährige Deutsche hatte das Jahr als Ersatzfahrer bei Mercedes GP begonnen, sich dann freistellen lassen, um als Testfahrer für den Reifenhersteller Pirelli zu agieren. Dort erreichte ihn die Anfrage seines früheren Teams.
Jarno Trulli (Lotus): Der Italiener gehört zu den erfahrensten Piloten, hat bereits über 200 Grand Prix absolviert. Er ist bekannt dafür, dass man ihn nur extrem schwierig überholen kann. Im Lotus allerdings wird er sich gegen die meisten Autos kaum sehr lange wehren können.
Heikki Kovalainen (Lotus): Für den Finnen ist es ein großer Abstieg. Vergangenes Jahr noch im Cockpit eines McLaren, muss er nun einen Lotus über die Pisten lenken. Von Spitzenplätzen muss er sich wohl vorerst verabschieden.
Timo Glock (Virgin): Der frühere Toyota-Pilot hat ein Cockpit beim Neuling aus Großbritannien gefunden. Das Auto des Teams ist komplett am Computer entwickelt worden.
Lucas Di Grassi (Virgin): Der Brasilianer hat bislang noch kein einziges Formel-1-Rennen absolviert. 2008 und 2009 beendete er die GP2-Serie jeweils auf Rang drei.