Fabian Hambüchen Ein Floh am Reck
Hier ist der Spitzname "Turnfloh" wirklich angebracht: Fabian Hambüchen im Alter von drei Jahren auf dem Trampolin.
Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: 1994 wurde der sechsjährige Hambüchen in seiner Altersklasse Hessenmeister im Mehrkampf.
Hartes Training wurde zum Alltag für Hambüchen - hier dehnt er sich vor einer Übungseinheit.
Selbst im Familienurlaub konnte er das Turnen nicht lassen. Hambüchen zeigt die Stützwaage in Südfrankreich.
Muskelspiele: Hambüchen 2003 im kalifonischen Anaheim - dort fand die Weltmeisterschaft statt. Der Wettkampf sei eine "Katastrophe" gewesen, schreibt Hambüchen in seiner Autobiografie. Kein deutscher Turner erreichte ein Einzelfinale. Doch mit der Mannschaft qualifizierte sich der 15-Jährige als Zwölfter für die Olympischen Spiele.
Bei den Spielen von Athen wurde Hambüchen dann schlagartig berühmt. Als jüngster deutscher Olympiateilnehmer belegte er in seiner Spezialdisziplin Reck Platz sieben. Nach seiner Rückkehr aus Griechenland wurde er am Frankfurter Flughafen begeistert empfangen.
Hambüchen gemeinsam mit Dirk Nowitzki: 1,63 Meter misst der Turner, der Basketballstar überragt ihn mit seinen 2,13 Metern deutlich.
Hambüchen turnt bei der Weltmeisterschaft 2007 in Stuttgart am Reck - es ist seine Spezialdisziplin.
Bei der Heim-WM feiert er auch seinen bislang größten Triumph: Hambüchen gewinnt Gold am Reck.
Für diese Leistung wurde er zu Deutschlands Sportler des Jahres gewählt. Hier ist er bei der Gala zusammen mit den anderen Siegern zu sehen (vorne). Bei den Frauen triumphierte Biathletin Magdalena Neuner und bei den Teams die Handball-Nationalmannschaft.
Bei den Olympischen Spielen von Peking lief es nicht so gut wie erhofft: Am Reck patzte Hambüchen, so dass er sich mit Bronze zufriedengeben musste.
Von seiner Freundin Viktoria trennte sich Hambüchen im Mai 2009. "Eine Liebe zerbricht", heißt das Kapitel in seiner Biografie.
Zuletzt hatte Hambüchen häufig mit Verletzungen zu kämpfen. Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin ging er wegen Problemen mit der Achillessehne nicht beim Sprung und Boden an den Start. An den Ringen gewann er Silber, am Reck Gold - sein sechster Titel in Folge.
Als nächstes steht Ende Oktober die WM in Rotterdam an. Das große Ziel bleibt die olympische Goldmedaille. 2012 in London will Hambüchen einen neuen Anlauf nehmen.