Facundo Cabral Heiliger Lateinamerikas
Der argentinische Protest-Sänger Facundo Cabral bei einem Auftritt in Quetzaltenango am 7. Juli. Drei Tage später wurde er erschossen.
Cabral prägte mit seinen Liedern eine ganze Generation zur Zeit des demokratischen Frühlings Anfang der achtziger Jahre in Argentinien.
Am vergangenen Sonntag wurde er auf dem Weg von einem Konzert zum Flughafen in Guatemala Stadt erschossen. Die Kugeln galten jedoch wohl nicht dem Sänger, sondern dem Unternehmer, der ihn engagiert und begleitet hatte. Auf dem abgebildeten Schild entschuldigen sich Einwohner Guatemalas für die Ermordung des Argentiniers.
Facundo Cabrals Anhänger verehrten ihn schon zu Lebzeiten wie einen Heiligen. "Ich bin der heidnischste aller Prediger", sagte er einmal.
Trauernde Fans in Guatemala Stadt: Cabral hatte in ganz Lateinamerika Fans und befand sich praktisch ständig auf Tournee.
Sarg des ermordeten Sängers Facundo Cabral in Buenos Aires: "Gott hat mich ruiniert."
Trauernde Fans in Guatemala: "Ich bin ein Sänger der Minoritäten, aber wenn man die alle zusammentut, werden sie zu einer Menge."
Mordverdächtiger Elgin Enrique Vargas Hernandez: Anschlag auf dem Weg zum Flughafen