Fahndung nach einem Fotografen - DER SPIEGEL
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Fahndung nach einem Fotografen Aus dem Blickwinkel eines Unbekannten

Der Fund gibt Rätsel auf: Einzigartige Fotografien aus dem Berlin der Nachkriegszeit wurden in einem Archiv entdeckt und sind ab November in der Berlinischen Galerie zu sehen. Die Ausstellungsmacher würden gern den Urheber nennen - doch die Suche nach dem Fotografen gestaltet sich schwierig. Von Solveig Grothe
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Pariser Platz: Im September 1948 machte sich ein bisher unbekannter Berliner Fotograf im Osten der Stadt an die Aufgabe, die kriegszerstörte Stadt bildlich festzuhalten. Die Aufnahme vom 21. April 1951 zeigt den Pariser Platz in Berlin Mitte.

Foto:

Berlinische Galerie

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Spittelmarkt: Vereinzelt sind Passanten zu erblicken auf dem Spittelmarkt in Berlin Mitte. Die Aufnahme entstand am 21. Juni 1951

Foto: Berlinische Galerie
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ZK der SED: Der Sitz des Zentralkomitees der SED an der Werderstraße in Ostberlin ist zum Zeitpunkt der Aufnahme am 9. Juni 1952 mit Losungen geschmückt.

Foto: Berlinische Galerie
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Schinkels Bauakademie: Die ehemalige historischen Bauakademie von Karl Friedrich Schinkel an der Werderstraße in Berlin, aufgenommen am 9. Juni 1952. Das Gebäude war gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ausgebrannt. Die DDR plante zunächst den Wiederaufbau, ließ das Gebäude dann aber 1962 abreißen.

Foto: Berlinische Galerie
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Berlin Mitte 1951: Ein Dokument des Wiederaufbaus - der Pariser Platz am 21. April 1951 mit eingerüstetem Brandenburger Tor. Der Fotograf ist unbekannt.

Foto: Berlinische Galerie
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Marx-Engels-Platz: Das Panoramabild zeigt die Weite des Marx-Engels-Platzes in Berlin. Aufgenommen wurden die Fotos am 4. Mai 1952 - von wem, darüber verrät die Archivkartei nichts.

Foto: Berlinische Galerie
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Wuhlheide: Die undatierte Karteikarte ist mit "Stadion der Pionierrepublik 'Ernst Thälmann'" beschriftet. Die Aufnahme entstand demnach im Berliner Stadtteil Köpenick in der Wuhlheide - schätzungsweise in den fünfziger Jahren. Der Fotograf ist unbekannt.

Foto: Berlinische Galerie
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Schwimmstadion an der Friesenstraße: Der Bau im Ostberliner Volkspark Friedrichshain wurde 1951 anlässlich der III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten 1951 errichtet.

Foto: Berlinische Galerie
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Stadion an der Cantianstraße: Anlässlich der Weltjugendfestspiele 1951 ließ Ostberlin das Stadion im Stadtteil Prenzlauer Berg aus- und umbauen. Bis zu 30.000 Zuschauer sollten darin Platz finden. 1952 nannte der Ostberliner Magistrat die Anlage in Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark um. Wann genau diese Aufnahme gemacht wurde und von wem, ist unklar.

Foto: Berlinische Galerie
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Stadion Weissensee: Die undatierte Aufnahme des Stadions an der Buschallee im Ostberliner Bezirk Pankow entstand schätzungsweise in den fünfziger Jahren und lagerte bis zur Deutschen Einheit zusammen mit zahlreichen weiteren Fotos aus der Nachkriegszeit im Bildarchiv des Ostberliner Instituts für Städtebau. Der Fotograf ist unbekannt.

Foto: Berlinische Galerie
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Alles im Blick: Die Aufnahme aus dem Bildarchiv des Ostberliner Instituts für Städtebau wurde mit "Freilichtbühne der Pionierrepublik Ernst Thälmann, Köpenick/Wuhlheide" beschriftet. Wer der Fotograf war, wurde nicht vermerkt.

Foto: Berlinische Galerie
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Staatsbibliothek: Die Adresse "Unter den Linden 8" ist der historische Standort der zentralen staatlichen Bibliothek in Berlin. "Öffentliche Wissenschaftliche Bibliothek" steht als Vermerk auf der Karteikarte und dass die Aufnahme die Nordseite des Gebäudes zeigt.

Foto: Berlinische Galerie/Tiedemann
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Zeughaus: Zusammengesetzt ergeben diese Bilder die Nordfassade des Zeughauses an der Straße Unter den Linden 2 im Osten Berlins. Laut Karteikarte entstand die Aufnahme am 29. März 1949.

Foto: Berlinische Galerie/Tiedemann
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Ruinen unter Linden: Der Straßenzug zeigt, was der Zweite Weltkrieg übriggelassen hat. Die Aufnahme vom 16. August 1949 dokumentiert die Reste der Gebäude Unter den Linden 37-43 in Berlin.

Foto: Berlinische Galerie/Tiedemann
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Ruinenstadt Berlin: Parolen an der Bretterwand und dahinter die Reste einer einst dicht bebauten Berliner Häuserzeile - Unter den Linden 67-69. Fotografiert am 17. August 1949.

Foto: Berlinische Galerie/Tiedemann
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Wiederaufbau: Der Bahnhofsvorplatz mit HO-Kiosk an der S-Bahn-Station Grünau im Ostberliner Stadtteil Köpenick. Adlergestell heißt die Straße, die durch den Stadtbezirk führt - eine der längsten Magistralen Berlins. Die Aufnahme, die den Wiederaufbau dokumentiert, entstand am 20. Mai 1952.

Foto: Berlinische Galerie
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Prenzlauer Berg: Die Prenzlauer Promenade, Ecke Heinersdorfer Straße. Die Berlinische Galerie, in deren Sammlung sich die Aufnahme befindet, würde gern herausfinden, wer der Fotograf war. Ursprünglich stammt das Panorama aus dem Bildarchiv des Ostberliner Instituts für Städtebau.

Foto: Berlinische Galerie
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Treptow 1951: Das Porträt von SED-Parteichef Walter Ulricht sollte weithin sichtbar sein - an der Grünauer Straße, Kreuzung Bahnstraße im Ostberliner Stadtteil Treptow kurz nach der Gründung der DDR. Eine Aufnahme vom 30. Juli 1951.

Foto: Berlinische Galerie
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Straßenbau in Weißensee: Die einstige Berliner Allee wurde Anfang der fünfziger Jahre in Klement-Gottwald-Allee umbenannt - zu Ehren des kommunistischen Staatschef der Tschechoslowakai. Offiziell bekanntgemacht wurde die Umbenennung aber erst nachträglich im Verordnungsblatt für Groß-Berlin vom 5. Oktober 1953. Das Bildarchiv verzeichnete diesen Namen schon bei der Aufnahme vom 3. Juni 1952.

Foto: Berlinische Galerie
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Leipziger Platz: Leere Gebäudehüllen und viel Freifläche - diese Aufnahme vom Leiziger Platz in Berlin Mitte entstand am 17. April 1952. Der Fotograf ist unbekannt.

Foto: Berlinische Galerie
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Nachkriegsfoto: Diese zusammengesetzte Aufnahme vom 17. April 1952 zeigt die Weite des Leipziger Platzes - und der angrenzenden Brachflächen. Der Fotograf ist unbekannt.

Foto: Berlinische Galerie
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Marx-Engels-Platz: Blick von der Schlossbrücke nach unten, aufgenommen am 20. April 1951. Der Fotograf ist unbekannt.

Foto: Berlinische Galerie
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Berliner Nachkriegs-Panorama: Blick von der Schlossbrücke nach Nordosten - der Marx-Engels-Platz am 20. April 1951. Der Fotograf ist unbekannt.

Foto: Berlinische Galerie
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Hotel Adlon: Das Hotel Unter den Linden 77 hatte alle Bombenangriffe auf Berlin im Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden - doch nur wenige Tagen vor dem offiziellen Ende des Krieges brannte das Gebäude komplett aus. Die genaue Ursache wurde nie geklärt. Als wahrscheinlich gilt, dass der Brand ausgelöst wurde, als russische Soldaten den Weinkeller des Hauses entdeckten, in dem Holzwolle lagerte. Eine brennende Zigarette könnte das Verpackungsmaterial entzündet haben. Die Flammen breiteten sich vom Keller her aus. Die Aufnahme vom 7. August 1949 zeigt, was die Flammen übriggelassen hatten.

Foto: Berlinische Galerie
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Wiederaufbau in Berlin: Die Aufnahme vom 3. Oktober 1951 zeigt die Ruinen an der Französischen Straße, Ecke Oberwaldstraße. Der Fotograf ist unbekannt.

Foto: Berlinische Galerie
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Schönhauser Allee: Die Straße durch den Stadtteil Prenzlauer Berg ist eine der bedeutendsten Verkehrsachsen von Berlin. Die Aufnahme entstand am 21. August 1952.

Foto: Berlinische Galerie
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ZK der SED: Am Mühlengraben in Berlin Mitte befand sich der Sitz des Zentralkomitees der SED. Das Datum der Aufnahme und der Fotograf sind unbekannt.

Foto: Berlinische Galerie
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Assistent des Fotografen: Der Fotograf der Aufnahme ist unbekannt - vielleicht aber kennt jemanden seinen Assistenten? Bei diesem Messbild steht er vor einem Haus in Berlin.

Foto: Berlinische Galerie
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Unbekannter Helfer: Ein Mann mit Mantel und Hut steht mit einer Messlatte in der Hand vor einem Gebäude im Osten Berlins. Das Datum der Aufnahme ist unbekannt. Wer könnte der Assistent sein? Für welchen Fotografen arbeitete er? Die Berlinische Galerie würde es gern herausfinden.

Foto: Berlinische Galerie
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Assistentin des Fotografen: Die undatierte Aufnahme zeigt eine Frau mit einer Messlatte vor einem beschädigten Gebäude im Osten Berlins. Die Berlinische Galerie hofft, dass jemand diese Frau erkennt - und vielleicht auch etwas über den Fotografen weiß.

Foto: Berlinische Galerie
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Der Schatten des Fotografen: Über den Berliner Fotografen - hier als Schatten mit im Bild - ist nichts bekannt. Die Berlinische Galerie erhofft sich Hinweise auf seine Person anhand der Motive, die er in den fünfziger Jahren für das Hauptamt Stadtplanung des Magistrats von Groß-Berlin, Abteilung Bau- und Wohnungswesen aufgenommen hat.

Foto: Berlinische Galerie
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Licht und Schatten: Es war ein sonniger Tag, an dem der unbekannte Fotograf diese Aufnahme in einem Berliner Stadion schoß. Zu seiner Identifikation trägt sein auf dem Foto abgebildeter Schatten leider wenig bei, vielleicht aber hat jemand den Mann bei der Arbeit getroffen? Die Berlinische Galerie hofft auf Hinweise.

Foto: Berlinische Galerie
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Panorama von Berlin: Für eine Austellung in der Berlinischen Galerie hat der Fotograf Arwed Messmer die Aufnahmen des unbekannten Fotografen zu einem Panorama zusammengefügt. Zu sehen ist die Häuserzeile Unter den Linden 24-30 vom 30. Januar 1949.

Foto: Berlinische Galerie
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Platz der Akademie: Das Ausmaß der Zerstörung Berlins im Zweiten Weltkrieg wird besonders deutlich am Gendarmenmarkt in Berlin, aufgenommen am 12. Juli 1951. Damals hieß der Platz allerdings "Platz der Akademie", umbenannt anlässlich der 250-Jahrfeier der 1946 als Deutsche Akademie der Wissenschaften wiedergegründeten Preußischen Akademie der Wissenschaften. 1991 erhielt der Platz seinen alten Namen zurück. Für eine Ausstellung der Berlinischen Galerie hat der Fotograf Arwed Messmer die Aufnahmen des Unbekannten neu zusammengefügt.

Foto: Berlinische Galerie
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Treptow: Dieser Panorama-Aufnahme entstand am 30. Juli 1951 im Berliner Stadtbezirk Treptow an der Schnellerstraße, Kreuzung Karlshorststraße. Für eine Ausstellung der Berlinischen Galerie hat der Fotograf Arwed Messmer die Fotos des Unbekannten neu zusammengefügt.

Foto: Berlinische Galerie
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