Mit dem Fahrrad zur Arbeit Basiswissen für Radpendler
Für ein wirklich alltagstaugliches, neues Fahrrad sollte man mindestens 650 Euro investieren.
"Für diesen Preis bekommt man ein Rad mit robuster Antriebstechnik, ordentlicher Lagerung, guten Bremsen, ausfallsichere Beleuchtung, vollwertige Schutzbleche und Gepäckträger", sagt Arne Bischoff vom Pressedienst Fahrrad.
Wer ein Bike mit wartungsfreiem Riemenantrieb und Nabenschaltung (statt Kettenschaltung) fahren möchte, sollte mit mindestens 1000 Euro kalkulieren.
Täglich werden in Deutschland rund 900 Fahrräder geklaut. Auf ein robustes Schloss sollte man somit nicht verzichten. Rund zehn Prozent des Fahrradpreises sollte man dafür ausgeben, so die Faustregel.
Für Unternehmen bietet Stadtmöblierer WSM die Radstation "Bike and Business". Dort können Fahrradpendler nicht nur ihre Räder unterstellen, sondern auch noch duschen. Auf Wunsch kann dem Modulsystem noch eine Fahrradwaschanlage und eine Werkstatt angeschlossen werden.
Trockenen Fußes kommt man mit den Überschuhen (32 Euro) des Outdoor-Ausrüsters Vaude ins Büro. Die stark reflektierende Überkleidung aus der "Lumium"Reihe hält nicht nur trocken sondern ist auch in den dunklen Monaten für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar.
Dass auch Fahrradhelme nicht nur Schutz bieten, sondern auch noch praktisch sein können, zeigt die Neuentwicklung "Fuga" der spanischen Firma Closca. Dabei handelt es sich um einen Falthelm, der sich nach der Fahrt platzsparend ineinanderschieben und in einer Aktentasche verstauen lässt.
Den faltbaren Helm gibt es in drei verschiedenen Größen und mit farbigen Schirmen für 120 Euro. Abstriche bei der Sicherheit wurden bei der Konstruktion nicht gemacht, er erfüllt alle üblichen europäischen Prüfnormen.
Wer einen Teil seiner Strecke mit öffentlichen Verkehrsmittel zurücklegen muss, aber auf das Fahrrad dennoch nicht verzichten möchte, greift aufs Klapprad zurück. Die modernen Varianten lassen sich nicht wie früher nur an einer sondern gleich an mehreren Stellen umlegen. Das Fahrrad lässt sich dann bequem transportieren.
Immer mehr Arbeitnehmer steigen aufs Rad um. Seit 2012 sind Dienstfahrräder den Dienstwagen gleichgestellt. Arbeitnehmer müssen also nur den geldwerten Vorteil des Dienstrades versteuern und können die Entfernungspauschale von 30 Cent pro vollem Kilometer Arbeitsweg gleichberechtigt geltend machen.
Unternehmen wie die Deutsche Bahn beispielsweise bieten ihren Angestellten Diensträder an, die sie zu Sonderkonditionen leasen können. Eine jährliche Inspektion und eine Vollkaskoversicherung gegen Diebstahl und Vandalismus zahlt der Arbeitgeber.
Mit 25 Millionen jährlich will das Bundesverkehrsministerium den Bau von Radschnellwegen fördern. Hier zu sehen ist das erste Teilstück des Radschnellweges RS1 in Mülheim an der Ruhr. Die Trasse soll nach ihrer Fertigstellung auf einer Länge von insgesamt 101 Kilometern zwischen Duisburg, Essen und Dortmund bis nach Hamm verlaufen.