Fahrradhelm Mit oder ohne?
Teilnehmer der Tour de France 2009: Der Helm ist mittlerweile bei Radrennen von Profis und Amateuren Pflicht.
Sitzt er gut? Der Australier Robbie McEwen prüft vor der neunten Etappe der Tour de France 2006 den Sitz seines Helms. Ob man auch im Straßenverkehr immer mit Kopfschutz fahren sollte, darüber streiten sich Nofallmediziner, Radfahrer und Psychologen.
Oben mit: Unter Kindern ist die Helmquote besonders hoch, wie Statistiken der Bundesanstalt für Straßenwesen zeigen.
Radfahrer in Amsterdam: "Ich fahre lieber etwas defensiver und mache Werbung fürs Radfahren, statt seine vermeintliche Gefährlichkeit zu promoten", sagt der Hamburger Fahrrad-Fan Christian Wöhrl.
Radkurrier in New York: "Der Fahrradhelm verhindert bis zu 80 Prozent der Schädelbrüche und Gehirnblutungen", sagt etwa Professor Hans Zwipp von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie.
Am Boden liegender Jens Voigt (20. Juli 2009, Tour de France): Dem Radprofi wurde eine Bodenwelle zum Verhängnis. Er rutschte mit seinem Rad aus und prallte bei Tempo 80 mit dem Gesicht auf die Straße. Diesen Teil des Kopfes können normale Fahrradhelme nur eingeschränkt schützen. Der 37-Jährige war minutenlang bewusstlos und zog sich einen Jochbeinbruch sowie eine Gehirnerschütterung zu.
Jan Ullrich (rechts) und Marco Pantani (bei der Tour de France 1998): Lange Zeit verzichteten Profis bei der Tour de France auf Helme. Inzwischen müssen sie diese während der gesamten Rundfahrt tragen. Im normalen Straßenverkehr lehnen viele Experten eine Helmpflicht für Radler hingegen ab.