Ernennung, Vereidigung, Aufregung Familienfest im Bundestag
Minister machen Späße, der Präsident hat viel zu tun, die Kanzlerin ist bestens gelaunt. Der Tag der schwarz-roten Vereidigung gleicht einem großen Familienfest. Der politische Streit macht mal Pause.
Das neue Bundeskabinett nach der Ernennung durch Bundespräsident Joachim Gauck: Der neuen Regierung gehören 15 Minister und Bundeskanzlerin Merkel an.
Um 13.30 Uhr legten die Minister den Amtseid bei Bundestagspräsident Norbert Lammert ab. Vizekanzler Sigmar Gabriel nutzte wie alle anderen auch die Zusatzformel "So wahr mir Gott helfe".
Zwei Ministern übermittelte Lammert "besonders gute Wünsche": Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Kanzleramtsminister Peter Altmaier.
Bundespräsident Joachim Gauck überreicht Angela Merkel ihre Ernennungsurkunde. Zum dritten Mal wird die CDU-Politikerin zur Kanzlerin ernannt.
Zuvor war Merkel mit deutlicher Mehrheit zur Bundeskanzlerin gewählt und von Bundestagspräsident Norbert Lammert vereidigt worden.
Glückwünsche vom neuen Partner, SPD-Chef Sigmar Gabriel. Zwar fehlten bei Merkels Wahl 42 Stimmen aus dem Regierungslager. Dennoch erhielt sie die größte Mehrheit, mit der je ein Bundeskanzler gewählt wurde.
Ein Abschiedsfoto für die Ex-Ministerin: Die bisherige Familienministerin Kristina Schröder (CDU) ist künftig nur noch einfache Abgeordnete, ihr folgt Manuela Schwesig (SPD) nach.
Auch Linken-Chefin Katja Kipping beglückwünschte Merkel zu ihrer Wahl. Gemeinsam mit den Grünen stellen die Linken eines der kleinsten Oppositionslager in der Geschichte der Bundesrepublik.
Die FDP-Minister wie Guido Westerwelle sind nun endgültig nicht mehr im Amt. Nach der Wahl führten sie ihre Ministerien noch geschäftsführend.