Fan-Bemalungen bei der WM Wilde Tiere im Stadion
Der König der Tiere hat seinen Weg ins Stadion von Belo Horizonte gefunden, hier in Form eines kolumbianischen Fans (beim Gruppenspiel Kolumbien gegen Griechenland). Allerdings musste er inzwischen den Heimweg antreten: Kolumbien ist im Viertelfinale gegen Brasilien ausgeschieden.
Auf den Zuschauerrängen hat sich während der WM ein ganzer Zoo angesammelt. Mexikos Nationaltiere sind die Schlange und der Adler - dieser Fan hat klar entschieden, wie er seine Mannschaft besser anfeuern kann. Wieviel Platz er wohl seinen Sitznachbarn lässt?
Der Hahn ist immer dabei, wenn die französische Nationalmannschaft spielt. Diese Fans ehren mit das Tier mit ihrem Kopfschmuck.
Ganz in grün mit einem Hulk drauf: Brasilien hat einen Spieler namens Hulk, dieser trägt die Nummer sieben und ähnelt vom Körperbau der gleichnamigen Comicfigur. Da auch dieser Muskelmann über einen beeindruckenden Body verfügt, liegt es nahe, sich so einzuschmieren.
Unheimlich kommt dieser Fan beim Spiel Honduras gegen die Schweiz daher. Die anderen Zuschauer scheinen jedoch nicht sonderlich beeindruckt.
An grimmiger Entschlossenheit mangelt es diesem Fan nicht. Mit roter Nase und weißem Gesicht ist er klar als Anhänger Japans zu erkennen.
Sehr stimmig bemalt und eindeutig seiner Heimat zuzurechnen ist dieser argentinische Fan. Aber wie genau passt das Spitzenoberteil zu dem Ensemble? Versucht er sich nach dem Spiel als Braut?
Deutlich kunstvoller kam diese Anhängerin Costa Ricas daher: Fühlt sich irgendjemand an Karneval erinnert?
Ein bisschen Karneval muss eben sein. Orange ist und bleibt zwar das Erkennungsmerkmal der niederländischen Fans, aber in Brasilien ist das Ganze erweitert um Samba-Flair.
Sie können auch martialisch: ein Chile-Fan in Rio de Janeiro.
Entschuldigung, Sie haben da was am Kopf: Immerhin bietet die Melone diesem brasilianischen Fan in Fortaleza besten Sonnenschutz.
Beim ersten Hingucken hätten diese US-Fans auch als Anhänger Frankreichs oder Costa Ricas durchgehen können.
Diese Fans würden mit ihren strengen Brillen und akkuraten Schnauzern auch hervorragend in eine westdeutsche Kabinettssitzung der sechziger Jahre passen. Vielleicht etwas weniger farbenfroh. Tatsächlich verfolgen sie ein Deutschland-Spiel am Strand von Rio de Janeiro.
Unschwer zu erkennen, für welches Team diese Dame ist: Sie ist beim Spiel USA gegen Belgien im Stadion - und muss die Achtelfinal-Niederlage ihres Teams miterleben.
Furchteinflößend oder vor Respekt erstarrt? Dieser kolumbianische Fan kann das Achtelfinale zwischen seiner Mannschaft und Uruguay eigentlich ganz entspannt angehen: Sein Team gewinnt 2:0.
Deutlich fröhlicher wirkt dieser Fan der brasilianischen Mannschaft, der mit üppigem Federschmuck an die Ureinwohner des Landes erinnert.
Zwei Seelen wohnen, ach!, in meiner Brust. Diese amerikanisch-portugiesischen Fans haben vielleicht nicht Goethe gelesen, aber sie können Fausts Zerrissenheit nachempfinden. Sie gehen damit allerdings deutlich lockerer um.
Ghanas Fans vertrauen auf göttlichen Beistand. Mit Rosenkranz und Kruzifix bestens ausgestattet, hoffen sie, dass ihre Mannschaft die Vorrunde übersteht - was misslingt.
Kolumbien spielte eine starke WM - auch die Fans präsentierten sich phantasievoll - so wie diese Anhänger in Rio de Janeiro.
Andere haben die Sonne im Herzen - Fans von Honduras haben Sterne im Gesicht und Schmuck auf dem Kopf.