FC Augsburg in der Einzelkritik: - DER SPIEGEL
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Augsburg in der Einzelkritik Elf Abwehrkünstler

Der Einzug ins Achtelfinale wird für den FC Augsburg nach dem 0:0 gegen Liverpool schwierig. Trotzdem kann der Außenseiter zufrieden sein, die defensive Taktik von Trainer Markus Weinzierl ging auf.
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Marwin Hitz, Tor: Seine einzige Beschäftigung bestand zunächst darin, Rückpässe der Mitspieler wieder für den Spielaufbau zu verwerten. Stand in der ersten Halbzeit bei Daniel Sturridges Kopfball auf dem Posten, auch bei Jordan Hendersons Schussversuch. Hitz warf einmal den Ball beim Spielaufbau ins Seitenaus, was ziemlich unglücklich aussah. Beim strammen Schuss von Alberto Moreno Mitte der zweiten Halbzeit mit Problemen. Ansonsten ein überraschend ruhiger Abend für den Keeper.

Foto: AP/dpa
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Paul Verhaegh, Abwehr: Souverän und abgeklärt, wie man es von einem Kapitän verlangt. Brachte Liverpools Emre Can des Öfteren zur Verzweiflung, weil der sich an ihm festlief. Verhaegh verursachte nach einer Stunde fast ein Eigentor, doch Keeper Hitz passte auf.

Foto: Stefan Puchner/ dpa
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Christoph Janker, Abwehr: Rotierte in die Mannschaft hinein und wirkte souverän auf der rechten Innenverteidiger-Position. Zeichnete sich wie seine Kollegen aber nicht durch übermäßig großes Tempo im Spielaufbau aus. Viele Querpässe, viele Rückpässe auf Torhüter Hitz. Aber mit starken Zweikämpfen gegen Liverpools Offensivspieler.

Foto: CHRISTOF STACHE/ AFP
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Ragnar Klavan, Abwehr: Rettete Mitte der ersten Halbzeit in höchster Not vor Daniel Sturridge, auch sonst mit einem sehr guten Stellungsspiel. Sehr souveräne Partie des Esten, der einige Flanken Liverpools mit guten Grätschen entschärfte und sich in der zweiten Halbzeit auch öfter nach vorne traute.

Foto: Matthias Hangst/ Bongarts/ Getty Images
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Konstantinos Stafylidis, Abwehr: Hielt seine linke Defensivseite in der ersten Halbzeit sauber, aber mit wesentlich mehr Mühe, als Liverpool zu Beginn der zweiten 45 Minuten das Tempo erhöhte. Stand häufig zu weit weg vom Gegenspieler. Später wieder sicherer. Insgesamt ein ordentliches Spiel von Stafylidis, der eine Viertelstunde vor Schluss mit seinem Schuss nur knapp Liverpools Tor verfehlte.

Foto: CHRISTOF STACHE/ AFP
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Dominik Kohr, Mittelfeld: Reihte sich in die starke Defensive Augsburgs ein, nach vorne war auch Kohr (M.) allerdings zu zaghaft. Seinen Schuss in der 75. Minute hielt Simon Mignolet ohne Probleme.

Foto: Matthias Hangst/ Bongarts/Getty Images
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Markus Feulner, Mittelfeld: Dem 34-Jährigen unterlief in der achten Spielminute ein katastrophaler Fehlpass, als er den Ball direkt in Roberto Firminos Lauf vor das Augsburger Tor spielte - ohne Folgen. Feulner (r.) wirkte sehr präsent, leistete sich aber auch in der Offensive unnötige Fehlpässe. Seine Flanke kurz vor der Pause glitt Liverpool-Keeper Mignolet fast durch die Arme. Danach mit mehr Licht als Schatten, und starken Flügelläufen auf der rechten Seite.

Foto: CHRISTOF STACHE/ AFP
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Tobias Werner, Mittelfeld (bis 80. Minute): Wie so oft sehr lauffreudig, engagiert, spielte mit großem Einsatz auf seiner linken Offensivseite, kam aber selten an seinen Gegenspielern Nathaniel Clyne und Kolo Touré vorbei. Nach seiner Gelben Karte in der 73. Minute protestierten die Augsburger Fans lautstark. Insgesamt eine gute Leistung Werners, der noch mehr Mut hätte zeigen können.

Foto: AP/dpa
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Dong-Won Ji, Mittelfeld (ab 80. Minute, Archivbild): Durfte auch noch auf dem Platz miterleben, wie es sich anfühlt, gegen Liverpool Unentschieden zu spielen - und wurde fast zum Helden des Abends, als er kurz vor Schluss mit seinem Schuss den linken Außenpfosten traf.

Foto: Adam Pretty/ Bongarts/Getty Images
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Halil Altintop, Mittelfeld (bis 87. Minute): Stand zum ersten Mal in diesem Kalenderjahr in der Startelf. Das sah man anfangs auch, Altintop (l.) wirkte sehr zögerlich. Zum Ende der ersten Halbzeit spielte der Türke besser, mit einigen schönen, öffnenden Pässen. Aber wie langsam Altintop ist, sah man Mitte der zweiten Halbzeit, als er in aussichtsreicher Position blitzschnell von drei Verteidigern Liverpools eingeholt wurde. Dennoch: Kein schlechter Auftritt Altintops.

Foto: Peter Cziborra/ REUTERS
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Ja-Cheol Koo, Mittelfeld (ab 87. Minute, Archivbild): Durfte die Partie noch fünf Minuten lang auf dem Rasen erleben.

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images
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Alexander Esswein, Mittelfeld: Vergab die größte Augsburger Chance kurz vor der Pause, als er halbrechts im Strafraum an Mignolet scheiterte. Auch in der Defensive aufmerksam, was sehr wichtig war an diesem Abend.

Foto: CHRISTOF STACHE/ AFP
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Raúl Bobadilla, Angriff (bis 23. Minute): Kaum zu glauben, aber Bobadilla führte gemeinsam mit Aritz Aduriz (Atletic Bilbao) die Europa-League-Torjägerliste vor diesem Spieltag mit sechs Treffern an. Hatte gleich in der dritten Spielminute eine Schusschance, traf den Ball aber nicht richtig. Kam danach kaum noch an das Spielgerät, weil Augsburg oft nur mit hohen Pässen operierte. Mitte der ersten Halbzeit wurde es dann richtig bitter für den Torjäger: Bobadilla sank auf den Rasen, überdehnte seinen Oberschenkel - und musste früh verletzt vom Feld.

Foto: Andreas Gebert/ dpa
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Caiuby, Angriff (ab 23. Minute): Sehr präsent nach seiner Einwechslung, teilweise mit guten Balleroberungen und Flanken. Ist ja eigentlich überhaupt kein Stoßstürmer wie Bobadilla, wechselte daher bald auf die linke Seite. In der zweiten Halbzeit unauffälliger, verdribbelte sich häufiger- aber wie alle Augsburger mit viel Potenzial in der Rückwärtsbewegung.

Foto: AP/dpa
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