FC Bayern in der Einzelkritik - DER SPIEGEL
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FC Bayern in der Einzelkritik Xabi Alonso auf dem Weg zur alten Klasse

Douglas Costa zeigte sich erneut in überragender Spiellaune, Thiago glänzte auf seiner neuen Position - und Mats Hummels fiel nicht nur wegen seiner Haarfarbe auf. Der FC Bayern in der Einzelkritik.
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Manuel Neuer (Tor): Der Welttorhüter hatte weniger zu tun als erwartet. Nur einmal in der ersten Halbzeit geprüft, der harmlose Distanzschuss von Diego Demme nach genau 20 Minuten bereitete ihm aber keine Mühe. Ein geruhsamer Jahresausklang.

Foto: Matthias Schrader/ AP
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Philipp Lahm (Abwehr): Durfte wieder auf seiner Lieblingsposition, der rechten Abwehrseite, spielen - und lieferte einmal wieder den Nachweis, warum er zu den weltbesten Außenverteidigern gehört. Fehlerlos im Spiel nach hinten, immer wieder dynamisch im Spiel nach vorne. Nach einer halben Stunde übel von hinten von Emil Forsberg umgetreten, der Schwede sah daraufhin zurecht Rot. Kaum vorstellbar, dass Lahm in dieser Form nach dieser Saison seine Karriere beendet.

Foto: CHRISTOF STACHE/ AFP
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Javi Martínez (Abwehr): Immer wenn er mit Lahm, Mats Hummels und David Alaba in dieser Saison als Innenverteidiger in der Viererkette spielte, gewannen die Bayern zu null. So auch am Mittwoch. Der Spanier agierte wie immer unaufgeregt, aber souverän, leistete sich kaum Schwächen. Hatte Glück, als nach fünf Minuten der enteilte Yussuf Poulsen frei vor Manuel Neuer am Ball vorbeigrätschte.

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images
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Mats Hummels (Abwehr): Nicht wiederzuerkennen im Vergleich zu den bisherigen Saisonspielen. Was aber weniger an seiner Leistung als an seinen in kühnem Blond gefärbten Haaren lag. Im Spiel solide und umsichtig wie eh und je. Steckte einen Bodycheck von Keita tapfer weg, bereitete mit einem großartigen Pass über das halbe Spielfeld die Szene zum Elfmeter vor dem 3:0 vor, als er Douglas Costa zentimetergenau anspielte.

Foto: GUENTER SCHIFFMANN/ AFP
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David Alaba (Abwehr, bis 67.): Links hinten eine große Konstante im Bayern-Spiel. Findet nach einigen Leistungsschwankungen in der Hinrunde wieder immer besser zu seiner alten Form zurück. Defensiv nur einmal überlaufen, als Timo Werner nach fünf Minuten gefährlich in die Mitte flanken konnte, ansonsten ließ er nur wenig zu. Auch offensiv im Zusammenspiel mit Douglas Costa mit ganz starken Aktionen.

Foto: MICHAEL DALDER/ REUTERS
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Juan Bernat (Abwehr, ab 67.): Kam nach 67 Minuten für David Alaba, ersetzte den Österreicher auf der linken Seite. Spielte sehr zuverlässig, kam eine Viertelstunde vor Schluss frei aus halblinker Position zum Schuss, wurde allerdings abgeblockt.

Foto: MICHAEL DALDER/ REUTERS
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Xabi Alonso (Mittelfeld): Das große Sorgenkind des FC Bayern in den vergangenen Wochen. Wirkte zuletzt oft zu langsam und zu fehlerhaft im Spielaufbau. Am Mittwoch zeigte er seine ganze alte Klasse. Hinten im defensiven Mittelfeld sehr sicher, mit unwiderstehlichen Traumpässen nach vorne krönte er seine Leistung mit seinem dritten Saisontor, als er nach 25 Minuten mit einem abgeklärten Flachschuss ins lange Eck das 2:0 erzielte. So darf er auf die noch offene Vertragsverlängerung über 2017 hinaus hoffen.

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images
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Arturo Vidal (Mittelfeld, bis 74.): War am Sonntag beim mühsamen 1:0 in Darmstadt mit der schwächste Bayern-Spieler. Seine Nominierung in die Startelf überraschte, die angedachte Alternative Joshua Kimmich musste erneut auf der Bank Platz nehmen. Doch diesmal rechtfertigte der Chilene seine Aufstellung, rackerte und kämpfte, eroberte sich viele Bälle und überzeugte nach langer Zeit wieder auf ganzer Linie. Eine Viertelstunde vor Schluss ausgewechselt, wurde von Trainer Carlo Ancelotti innig beglückwünscht und umarmt.

Foto: GUENTER SCHIFFMANN/ AFP
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Joshua Kimmich (Mittelfeld, ab 74., Archivbild): Einer der besten Bayern-Spieler der ersten Saisonhälfte, der sich zuletzt nur mit der Ersatzbank begnügen musste. Kam lediglich eine Viertelstunde vor Schluss für Arturo Vidal ins Spiel. Hat sich nach den starken ersten Saisonwochen sicher mehr erhofft als nur Ergänzungsspieler zu sein.

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images
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Arjen Robben (Mittelfeld, bis 45.): Der Holländer war von Beginn an der gewohnte Antreiber im Spiel nach vorne. Phänomenal sein Zusammenspiel mit Philipp Lahm, an diesem Abend bildeten die beiden die weltbeste rechte Seite im modernen Fußball. Leitete mit seiner Flanke die Aktion zum 1:0 ein, als Robert Lewandowski erst den Pfosten traf und Thiago daraufhin das Tor. Beim Stand von 3:0 zur Halbzeit schonungshalber ausgewechselt.

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images
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Franck Ribéry (Mittelfeld, ab 45.): Kam nach der Pause für Arjen Robben, wurde wie immer als Publikumsliebling bejubelt, bemerkenswerte Aktionen und Spielzüge blieben zunächst aber aus. Hätte nach 86 Minuten mit seinem Schuss an die Unterlatte aber fast noch das vierte Tor erzielt. Insgesamt ein gemütlicher Abschied in die Winterpause.

Foto: GUENTER SCHIFFMANN/ AFP
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Thiago Alcántara (Mittelfeld): Hatte defensiv zuletzt Schwächen. Gegen Leipzig spielte der Spanier aber im offensiven Mittelfeld, kam dort viel besser zur Geltung. Traf zum wichtigen 1:0 nach 17 Minuten, als er nach einem Pfostenschuss von Robert Lewandowski den Abpraller ins leere Tor abstaubte. Bereitete das 2:0 vor, als er mit großer Übersicht für Xabi Alonso auflegte.

Foto: CHRISTOF STACHE/ AFP
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Douglas Costa (Mittelfeld): Nach seinem fulminanten Sonntagsschuss zum 1:0-Sieg in Darmstadt auch gegen Leipzig wieder in blendender Spiellaune. Mit allen Qualitäten, die einen starken Außenstürmer auszeichnen. Überspielte antrittsschnell seine Gegenspieler mit schönen Sololäufen. Das Foul gegen ihn durch Torwart Péter Gulásci führte zum Strafstoß vor dem 3:0. Nach eher holprigem Saisonstart findet der Brasilianer nun immer mehr zu alter Stärke zurück.

Foto: Tobias Hase/ dpa
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Robert Lewandowski (Angriff): Im ersten Heimspiel nach seiner Vertragsverlängerung bis 2021 gefährlich wie immer. Traf nach 17 Minuten nur den Pfosten, bevor Thiago das 1:0 erzielte. Verwandelte den Strafstoß kurz vor der Halbzeit zum 3:0 souverän und untermauerte seine Position als derzeitiger Stammelfmeterschütze. Nach der Pause allerdings weniger effektiv, vergab frei stehend zwei Top-Chancen auf Saisontor Nummer 13.

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images
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