FC Schalke 04 in der Einzelkritik - DER SPIEGEL
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Schalke in der Einzelkritik Sanés Demütigung

Torwart-Talent Timon Wellenreuther patzte erneut. Trainer Roberto Di Matteo demütigte Leroy Sané. Klaas-Jan Huntelaar war kaum zu sehen. Die Fans feierten trotzdem, weil Jefferson Farfán zurück ist. Schalkes Elf in der Einzelkritik.
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Timon Wellenreuther, Tor: Die Leistungen des armen Torwarts werden nach seiner Serie unterschiedlicher Fehler mit besonderer Akribie seziert. Karim Bellarabis Treffer war ein Schuss in die Torwartecke, Wellenreuther sah nicht gut aus. Der 19-Jährige hatte zwar auch gute Momente, kostete aber letztlich erneut Punkte, statt sie für sein Team zu retten.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Tranquillo Barnetta, Abwehr: Allerdings wurde Wellenreuther beim Gegentor gleich von mehreren Mitspielern im Stich gelassen, zum Beispiel von Barnetta. Der Schweizer war beim entscheidenden Pass von Simon Rolfes unaufmerksam und hat nicht nur wegen dieses Fehlers schon bessere Spiele absolviert. Nach vorne harmlos, nach hinten nicht robust genug.

Foto: INA FASSBENDER/ REUTERS
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Kaan Ayhan, Abwehr: Spielte für den gesperrten Benedikt Höwedes, und natürlich kann der junge Verteidiger den erfahrenen Weltmeister nicht gleichwertig ersetzen. Hatte gute Szenen, vor allem im Spielaufbau, aber auch Ayhan hätte das 0:1 verhindern können, wenn er entschlossener interveniert hätte.

Foto: Maja Hitij/ dpa
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Joel Matip, Abwehr: Strahlte Ruhe aus, was nicht so einfach war gegen diese Leverkusener, die bei Schalker Ballbesitz früh Druck ausübten und wuchtig angriffen. Der Kameruner war der Stabilisator einer selten sicheren Abwehr.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Matija Nastasic, Abwehr: Fällt schon seit Wochen nur selten auf, was in seinem Fall kein schlechtes Zeichen ist. Erledigte seinen Job, machte keine Fehler im Spielaufbau, hielt dem offensivstarken Christian Fuchs den Rücken frei.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Christian Fuchs, Abwehr: Erlebt seine wohl beste Zeit beim FC Schalke, Roberto Di Matteos Fünferkettensystem liegt dem Österreicher. Das Selbstvertrauen, das er gesammelt hat, ist seinem Spiel anzumerken. Sehr engagiert in der Offensive und defensiv stabil. In der 51. Minute hatte er Pech mit einem Volleyschuss, der knapp am Tor vorbeiflog.

Foto: INA FASSBENDER/ REUTERS
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Marco Höger, Mittelfeld: Merkte als Erster, dass ein besonders hohes Maß an körperlicher Präsenz nötig sein würde, um sich gegen die entschlossenen Leverkusener zu behaupten. Führte viele Zweikämpfe, foulte auch mal rustikal, Impulse für die Offensive kamen aber nicht von Höger.

Foto: Lars Baron/ Bongarts/Getty Images
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Roman Neustädter, Mittelfeld (bis 64.): Hat immer mal wieder diese Neigung, in seinen Räumen vor der Abwehr nicht aggressiv zu genug zu agieren, nebenherzutraben, statt Druck auszuüben. Wirkte oft überfordert mit der kraftvollen Zweikampfführung der Leverkusener und war ebenfalls zu zaghaft beim 0:1, als er Rolfes nicht störte.

Foto: AP/dpa
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Leon Goretzka (ab 64., Archivbild): Kam für Neustädter, spielte kluge Pässe und ging robust zur Sache. Gut möglich, dass Neustädter seinen Stammplatz in den kommenden Wochen an den jungen Kollegen verlieren wird, der ein ähnlich guter Stratege, aber der bessere Zweikämpfer ist.

Foto: Alex Grimm/ Bongarts/Getty Images
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Max Meyer, Mittelfeld (bis 78.): Hatte Mühe, sich gegen die physisch extrem starke Leverkusener Defensive zu behaupten. Versuchte viel, spielte auch einige gute Pässe, blieb aber immer wieder hängen. Vielleicht hätte seinen Aktionen manchmal etwas mehr Ruhe und Klarheit gutgetan.

Foto: Jonas Güttler/ dpa
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Jefferson Farfán (ab 78.): Der Begrüßungsschrei für Farfán war beeindruckend, nach fast einjähriger Verletzungspause feierte der Peruaner sein Comeback. Doch auch Farfán fand keine Lücken in der starken Defensive der Gäste.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Leroy Sané, Angriff (bis 42.): Hatte zu Beginn ein, zwei gute Szenen, doch je länger das Spiel dauerte, desto hilfloser wirkten seine Versuche, den Ball in der Offensive zu behaupten. Deshalb wurde er schon nach 41 Minuten ausgewechselt. Die Maßnahme war verständlich, der Zeitpunkt nicht - hätte Trainer Di Matteo vier Minuten bis zur Halbzeit gewartet, hätte er Sané eine Demütigung erspart.

Foto: INA FASSBENDER/ REUTERS
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Kevin-Prince Boateng (ab 42.): Kam für Sané und ihm war anzumerken, dass er unbedingt auf das Gerede über das nahende Ende seiner Zeit auf Schalke reagieren wollte. Wirkte geladen und sehr engagiert. War immer wieder beteiligt, wenn es gefährlich wurde. Es war eines von Boatengs besseren Spielen in seiner wenig überzeugenden Saison.

Foto: Maja Hitij/ dpa
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Klaas-Jan Huntelaar, Angriff: Hatte nach zwölf Minuten die beste Chance dieses Abends für den FC Schalke, scheiterte aber am brillant haltenden Bernd Leno. Ansonsten nahm Huntelaar nur peripher an diesem Spiel teil.

Foto: INA FASSBENDER/ REUTERS
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