FC Schalke in der Einzelkritik - DER SPIEGEL
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Schalke in der Einzelkritik Viel Leerlauf

Beim FC Schalke erreichten nur drei Spieler Normalform: Ralf Fährmann hielt, was zu halten war. Klaas-Jan Huntelaar fand seinen Torriecher wieder und Leon Goretzka glänzte als Raumdeuter. Die Schalker in der Einzelkritik.
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Ralf Fährmann, Tor: Der Schalker Keeper hielt, was zu halten war, verhinderte in der zweiten Halbzeit mit einigen großartigen Aktionen gegen die Dortmunder einen höheren Rückstand und war bei den drei Gegentreffern machtlos. Nur eine kleine Unsicherheit in der ersten Hälfte, als er im Spielaufbau beinahe einen Ball gegen den anlaufenden Pierre-Emerick Aubameyang verlor, trübte die starke Leistung.

Foto: Christof Koepsel/ Bongarts/Getty Images
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Junior Caicara, Abwehr: Der Brasilianer (r.) hielt seine rechte Abwehrseite eigentlich ganz gut dicht, verlor aber das wichtige Kopfballduell gegen Shinji Kagawa vor dem 1:0 des Japaners. Harmonierte insgesamt gut mit dem rechten Flügelstürmer Franco Di Santo, der sich oft ganz weit zurückfallen ließ.

Foto: Christof Koepsel/ Bongarts/Getty Images
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Joel Matip, Abwehr: Eigentlich sollte Matip (l.) gar nicht spielen können. Ein Hexenschuss lasse einen Einsatz nicht zu, hatte Trainer André Breitenreiter noch am Freitag gesagt. Und vielleicht war das einer der Gründe dafür, dass der eigentlich kopfballstarke Innenverteidiger nie dort war, wo die Dortmunder Kopfballgefahr erzeugten.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Roman Neustädter, Abwehr (bis 90. Minute/Archivbild): Der Ersatz für Kapitän Benedikt Höwedes hätte beim 0:1 frühzeitig den Torschützen Kagawa übernehmen können und sah auch beim 1:3 nicht gut aus, weil er Aubameyang entwischen ließ. Es war eines der weniger guten Spiele Neustädters als Innenverteidiger.

Foto: Peter Steffen/ dpa
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Felix Platte, Angriff (ab 90. Minute/Archivbild) Der Youngster ersetzte Abwehrspieler Neustädter, um im Sturm als weitere Anspielstation zu fungieren, fiel aber nur noch durch ein übles Foul gegen Julian Weigl auf.

Foto: Federico Gambarini/ dpa
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Dennis Aogo, Abwehr: Der Linksverteidiger übte vor dem 1:3 zu wenig Druck auf Vorlagengeber Gonzalo Castro aus, wirkte in der Defensive anfällig. Hatte aber auch gute Aktionen in der Offensive. Insgesamt ein mäßiges Spiel von Aogo, der mit seiner Aggressivität aber stets Derby-Stimmung versprühte.

Foto: Guido Kirchner/ dpa
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Leon Goretzka, Mittelfeld: Der 20-Jährige agierte extrem umsichtig, entwickelte ein gutes Gefühl für das Verdichten der Räume und hatte großen Anteil daran, dass die Dortmunder in der ersten Hälfte kaum Torchancen hatten. War außerdem Initiator vieler Gegenangriffe und trug zu beiden Toren die Balleroberungen bei. Den zweiten Treffer von Huntelaar legte er sogar direkt auf. Der beste Schalker.

Foto: Lars Baron/ Bongarts/Getty Images
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Sead Kolasinac, Mittelfeld (bis 69. Minute): Der Bosnier (r.) antizipierte bei der Ecke zum 1:2 zu spät, wo der Ball landen würde, hatte eigentlich die bessere Ausgangsposition, kam trotzdem zu spät bei Matthias Ginters Kopfballtreffer. Gewann einige wichtige Zweikämpfe im Mittelfeld, rannte aber insgesamt zu oft hinterher.

Foto: Guido Kirchner/ dpa
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Pierre Emile Højbjerg, Mittelfeld (ab 69. Minute/Archivbild): Der Leihspieler des FC Bayern ersetzte Kolasinac und trug mit seiner Präsenz und seiner Durchsetzungsfähigkeit einiges zur intensiven Schlussphase bei. Und mit seinem Schuss, den Roman Bürki gerade noch an den Pfosten lenkte, hätte er beinahe das 3:3 erzielt.

Foto: Guido Kirchner/ dpa
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Max Meyer, Mittelfeld (bis 56. Minute): Wurde von Trainer André Breitenreiter mit vielen Defensivaufgaben betraut, die er recht inkonsequent befolgte. Meyer (l.) hätte vor dem 0:1 Ginter folgen müssen und hatte auch sonst Mühe in der Rückwärtsbewegung. Versuchte aggressiv zu sein, überzog aber manchmal und setzte offensiv überhaupt keine Akzente.

Foto: Lars Baron/ Bongarts/Getty Images
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Eric-Maxim Choupo-Moting, Mittelfeld (ab 56. Minute/Archivbild): Der Joker kam für Meyer in die Partie und hatte deutlich mehr offensive Aktionen. Aber etwas Durchschlagendes gelang dem Angreifer nicht.

Foto: Christof Koepsel/ Bongarts/Getty Images
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Franco di Santo, Mittelfeld: Der Argentinier tauschte in diesem Spiel seine übliche Position mit Leroy Sané, spielte also auf dem rechten Flügel, statt im Sturm. Wohl, weil er seine Defensivaufgaben etwas zuverlässiger erledigt, als der neue Schalker Held. In der Offensive tauchte der Argentinier aber nur selten auf.

Foto: AP/dpa
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Leroy Sané, Angriff: Etwas überraschend spielte Sané statt di Santo neben Huntelaar im Sturm. Er bereitete den Treffer zum 1:1 vor, als er sich nach Hummels' Fehler gut gegen Sokratis durchsetzte und Huntelaar mustergültig bediente. Hatte aber kaum eigene Chancen und bestätigte den Eindruck der vergangenen Wochen: Sané ist ein Spieler für besondere Momente und weniger für die langen Phasen zwischendurch.

Foto: Christof Koepsel/ Bongarts/Getty Images
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Klaas-Jan Huntelaar, Angriff: Der Niederländer glänzte wieder einmal als Mann für den finalen Ball - nachdem sein Torriecher zuletzt abhanden gekommen war. Huntelaar erzielte beide Tore und trug darüber hinaus mit seiner Körpersprache in seinem Engagement auf dem Platz viel zur Intensität dieses sehenswerten Fußballspiels bei.

Foto: Lars Baron/ Bongarts/Getty Images
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