Feinheimisch: Wikingermet und Rosenduft - DER SPIEGEL
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Feinheimisch in Schleswig-Holstein Wikingermet und Rosenduft

In Schleswig-Holstein wird Genuss hochgehalten. Ein Verein feiert die Handwerkskunst und Nachhaltigkeit. Ein Wikinger-Gastronom und ein Rosenzüchter erzählen, warum ihnen das wichtig ist.
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Restaurant Odins Haddeby: Der Gastronom Oliver Firla hat gegenüber des Wikingermuseums Haithabu seine Gaststätte eröffnet, zwischen Schleswig und Eckernförde, direkt an der Schlei.

Foto: Anne Martin
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Oliver Firla: Der 49-Jährige stammt aus Sachsen-Anhalt. 1989 flüchtete der Koch über Prag bis nach Flensburg. Dort arbeitete er sofort wieder in der Küche und war enttäuscht: "Nichts war anders - die Köche haben die Kellner gehasst und die gleichen Witze erzählt."

Foto: Anne Martin
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Biergarten des Odins mit Blick auf den Ostseefjord: "Aus der Schlei bekommen wir den Fisch, von Bauern der Umgebung unser Gemüse", sagt Firla. Gallowayfleisch kommt vom Bioland-Züchter.

Foto: Anne Martin
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Christian Timm war viele Jahre Bäcker in einer Biobäckerei, jetzt stellt er jeden Morgen Brötchen und Brot in der restauranteigenen Bäckerei her. In seiner Freizeit tritt er als Wikinger auf - seinen langen, perlenverzierten Bartzopf versteckt er im T-Shirt.

Foto: Anne Martin
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Bio-Weizenbaguette und -Walnussbrot: Beim Umbau der Gaststätte an der B76 baute Oliver Firla einen holzbeheizten Backofen ein.

Foto: Anne Martin
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Firla vor seinem Weinangebot: Nur vier deutsche Weingüter nimmt der Gastronom in sein Programm. "Es gibt so viele kreative Winzer in Deutschland", sagt er.

Foto: Anne Martin
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Firla betreibt drei Gaststätten: das Odins, das Café im Museum Haithabu und die Wikingerschänke. Dort im Keller wird zünftig Met gebraut - und zwar nicht nur aus Honig, sondern auch aus Johannisbeeren und Fliederbeeren.

Foto: Anne Martin
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Die Wikingerschänke in Busdorf hat Firla schon vor Jahren übernommen, früher war es ein Schützenheim. Heute kann man hier Bogenschießen und Äxte werfen.

Foto: Anne Martin
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Auf der Theke der Bäckerei wird die Rosenmarmelade von Sven Jacobsen angeboten. Bei Feinheimisch unterstützen sich Gastronomen und Produzenten gegenseitig.

Foto: Anne Martin
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Sven Jacobsen auf Nordstrand: Der 52-jährige Bauer hat den Hof am Deich vor 30 Jahren von seinen Großeltern übernommen. Erst züchtete er Schweine, dann baute er Erdbeeren an. Seit zehn Jahren sind es nun Rosen

Foto: Anne Martin
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Rose de Resht: Die Blüte ist am ergiebigsten, sagt Jacobsen. Die Blätter werden vor dem Einkochen eingefroren, so erhält sich das Aroma am besten.

Foto: Antje Blinda
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Charles Austin: Rund 170 verschiedene Sorten hat Jacobsen in seinem Garten angebaut, aus nur zwölf stellt er sortenreine Marmeladen her.

Foto: Anne Martin
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"Ohne Feinheimisch wäre ich nicht mehr auf dem Markt", sagt der Rosenzüchter. Seine Kollegen im Verein nehmen seine Produkte ab und unterstützen ihn auch in seinen Ideen.

Foto: Antje Blinda
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Die Rosenblätter sind der limitierende Faktor der Marmeladenproduktion, denn das Pflücken ist zeitaufwendig und mühsam. Ein Kilogramm pro Stunde ist nicht viel.

Foto: Antje Blinda
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?