Ferguson Am Grab von Michael Brown
Das Grab von Michael Brown auf dem St.- Peters-Friedhof von Ferguson. "Geliebter Sohn, Bruder, Enkel", steht auf dem Grabstein. "Sonnenaufgang: 20. Mai 1996 - Sonnenuntergang: 9. August 2014."
Ein Polizist hatte Brown am 9. August 2014 erschossen - nach eigener Aussage, weil er sich bedroht fühlte. Der Fall löste heftige Unruhen in der Stadt aus.
Der Fall fachte die "Black Lives Matter"-Bewegung an und machte rassistische Polizeigewalt zum Reizthema.
Die Sicherheitskräfte fuhren damals in dem Vorort von St. Louis schwere Geschütze auf.
Die Demonstranten forderten unter anderem, dass der Polizist, der Michael Brown erschoss, vor Gericht muss. Doch eine Grand Jury entschied sich gegen eine Anklage.
Michael Brown hatte kurz vor den tödlichen Schüssen in einem Laden Zigaretten geraubt.
Die Polizei veröffentlichte damals Bilder aus einer Überwachungskamera. Polizist Darren Wilson sagte aus, der massige Brown habe ihn angegriffen, er habe um sein Leben gefürchtet. Zeugen widersprachen ihm in zentralen Punkten.
Anwältin Leslie Tolliver hatte kurz vor dem Tod von Michael Brown für den Posten der Bezirksstaatsanwältin kandidiert. Sie hatte jedoch das Nachsehen gegen den Amtsinhaber Bob McCulloch. Heute lebt sie mit ihren Kindern in einem besseren Vorort von St. Louis, wo sie nachts "bei offenem Fenster die Stille hört". Ferguson habe für jemanden wie sie nichts zu bieten.
Das Stadtzentrum von Ferguson
Auch in dem Vorort von St. Louis hat eine Aldi-Filiale eröffnet.
Der Canfield Drive in Ferguson. Hier starb Michael Brown im August 2014.
Drei Jahre später findet sich dort eine kleine Gruppe schwarzer Bürgerrechtler zum Protest zusammen.
Auf dem Gehweg ist in Gedenken an Brown eine Taube gemalt.
Fergusons Bürgermeister James Knowles nennt die Ereignisse von 2014 "bedauernswert", ist es aber "leid, darüber zu sprechen". Er war schon damals im Amt.
Fergusons neuer Polizeichef Delrish Moss wurde im Mai vereidigt, nachdem er sich gegen 53 Mitbewerber durchgesetzt hatte. Er ist der erste Afroamerikaner in der Geschichte des Orts, der diese Position vollamtlich innehat.
Hazel Erby vertritt Ferguson seit 13 Jahren im Bezirksrat von St. Louis. "Nichts hat sich verändert seit Mike Brown", seufzt sie. Auch über Moss behält sie sich ihr Urteil vor - obwohl der ihr "einen sehr netten Brief" geschrieben habe.