Fernsehen früher - DER SPIEGEL
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Fernsehen früher Bedienung, bitte!

Sie hießen "Flash-Matic", "Lazy Bones" oder "Space Command", und was sie konnten, war wie Science Fiction: Fernbedienungen gaben dem Zuschauer schon in den fünfziger Jahren kabellose Kontrolle über sein TV-Gerät. Dabei steckte in den kleinen Kästen oft krude Technik.
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Schalten mit Licht: Die Fernsehfirma Zenith brachte 1955 dieses neuartige Fernbedienungssystem mit dem Namen "Flash-Matic" auf den Markt. Die Fernbedienung sieht aus wie eine Mischung aus Taschenlampe und Duschkopf. Sie gibt ein sichtbares Licht ab, das von vier Fotozellen an den Seiten des Geräts erkannt wird: Deutet der Zuschauer mit der "Flash-Matic" auf eine der oberen Zellen, schaltet er ein Programm vor oder zurück, ein Lichtstrahl nach rechts unten stellt den Ton aus und der Sensor links unten schaltet das Bild aus oder ein.

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"Lazy Bones": Bereits 1950 präsentierte die amerikanische Firma Zenith ihre erste Fernbedienung mit dem eindeutigen Namen "Lazy Bones". Eine ständige Gefahr war jedoch das Kabel, mit dem das Gerät am Fernseher hing - und das eine ständige Stolperfalle darstellte. Diesen Umstand allerdings verschwieg die Werbung wohlweislich.

Foto: www.blog.modernmechanix.com
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Die korrekte Aufstellung: In den fünfziger Jahren mussten die Bundesbürger noch in die Technik der Fernbedienung eingewiesen werden. Diese Gebrauchsanweisung von 1957 lieferte deswegen ein detailliertes Schaubild, das den optimalen Abstand zum Fernseher zeigte.

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Foto: Wolfgang Maria Weber
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Übersichtlich: Im Gegensatz zur Knöpfchenarmada heutiger Fernbedienungen waren die ersten Modelle in den Fünfzigern noch schlicht. Sie konnten die Lautstärke, Helligkeit und den Kontrast regeln. Eine Zap-Funktion war überflüssig - in Deutschland gab es damals eh nur einen Sender.

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An der Leine: Eine Sammlung alter Fernbedienungen aus den fünfziger Jahren für Fernseher der Marken Graetz, Blaupunkt, Grundig und Nordmende. Sie alle waren noch über ein Kabel mit dem jeweiligen Gerät verbunden.

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Klick in die Zukunft: Eine große technische Neuerung bei Fernbedienungen war der Einsatz von Ultraschall Ende der fünfziger Jahre. Von nun an liefen keine störenden Kabel mehr durch die Zimmer, die eine gefährliche Stolperfalle darstellten. Hier ein Ultraschallmodell der Marke Loewe von 1976.

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Mit drei Knöpfen durchs Programm: Kein Diktiergerät, sondern eine der ersten kabellosen Fernbedienungen der Marke Grundig aus dem Jahr 1959.

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Klein und Bunt: In den Siebzigern waren die Fernbedienungen schon einen bedeutenden Schritt weitergekommen - jetzt konnte der gemütlich in seinem Sessel sitzende Zuschauer zwischen verschiedenen Programmen hin- und herschalten.

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Der goldene Knopf:Diese Fernbedienung ergänzte 1957 einen Grundig-Fernseher mit dem poetischen Namen "Zauberspiegel". Sie verfügte über ein sechs Meter langes Kabel, das an die Rückseite des TV-Geräts angeschlossen werden konnte, sah aus wie eine Computermaus und ließ den Zuschauer von seinem Sessel aus Helligkeit, Lautstärke und Kontrast (H - L - K) seines "Zauberspiegels" regeln.www.audio-creativ.de 

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Musik auf Knopfdruck: ... auch von der anderen Seite des Raumes. Nicht nur für Fernseher, auch für Radios gab es bereits in den fünfziger Jahren Fernbedienungen. Dieses Gerät der Marke Tonfunk kam bereits 1956 ohne Kabel aus.www.audio-creativ.de 

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Aus statt Zapp: Zwei alte Fernbedienungen von etwa 1959 - das Modell von Blaupunkt (l.) verfügte sogar über einen Ein-/Ausschalter.

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Die Macht am Kabel: Dieses an eine exotische Frucht erinnernde Gerät ist eine Fernbedienung für einen Blaupunkt-Fernseher von 1957. Mit einem sechs Meter langen Kabel wurde sie an die Rückseite des Fernsehers angeschlossen.

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Sauber verpackt: Eine Fernbedienung für den beliebten "Zauberspiegel"-Fernseher der Marke Grundig in ihrer Originalverpackung von 1957. Fernbedienungen wurden zu dieser Zeit noch nicht mit dem Fernseher mitgeliefert, sondern mussten separat gekauft werden.

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Kabelfernsehen: Eine der ersten deutschen Kabelfernbedienungen für Fernseher war 1955 dieses aus Bakelit gefertigte Modell der Marke Graetz.

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Ultraschall im Wohnzimmer: Die Firma Loewe brachte 1962 mit der "Opta Ultraschall Fernsteuerung F-St 1" die erste Ultraschall-Fernbedienung für drahtlose Programmwahl auf den Markt. Da es inzwischen bereits mit dem ZDF einen zweiten Fernsehsender gab, konnten die Zuschauer nun tatsächlich auch das Programm wechseln - vorher war diese Funktion schlicht überflüssig.

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Grundig 3-D-Dirigent: Diese hübsche Fernbedienung gab es 1957 als Zubehör für Radios der Marke Grundig.www.audio-creativ.de 

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Space Command: Amerikanische Fernbedienungen trugen in den Fünfzigern nach Science Fiction klingende Namen wie "Space Command". Sie waren damals schon kabellos und ermöglichten das Zappen durch die Kanäle - anders als in Deutschland gab es zu diesem Zeitpunkt in den USA bereits mehrere Sender.

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Farben auf Knopfdruck: Ein Model präsentiert im Februar 1972 die Ultraschall-Fernbedienung des neuen Farbfernsehers von Saba bei seiner Markteinführung in Großbritannien.

Foto: Getty Images
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