Fernverkehr Berüchtigte Pisten
Schmal und hoch über dem Abgrund: Den Spitzenplatz als gefährlichste Straße der Welt hält seit langem die North Yungas Road in Bolivien. Die größtenteils gerade mal dreieinhalb Meter breite Schotterpiste...
...verbindet Boliviens Hauptstadt La Paz mit dem Andenstädtchen Coroico im Gebiet North Yungas. Die Strecke fordert vom Fahrer allerhöchste Konzentration, denn sie ist ungeteert und ohne Leitplanken. Besonders...
...heikel wird es bei Gegenverkehr: Auf den engen und dicht bewaldeten Serpentinen sieht man erst im letzten Moment, wer einem entgegenkommt. Und dann muss man noch aneinander vorbeifahren.
Todespass: Aus dieser Perspektive und bei schönem Wetter wirkt die alte Andenstraße in Bolivien recht harmlos, doch wie trügerisch das ist...
...sieht man an diesen Gefahrenzeichen: Kreuze säumen die Yungas Road an vielen Stellen und mahnen die Fahrer - in letzter Zeit eher Zweiradler - zu größter Vorsicht.
Srinagar-Leh Highway: Die 443 Kilometer lange Strecke führt über den Zojila Pass in 3530 Meter Höhe. Die Route, die in Indien als Highway 1D bekannt ist, ist eine der beiden Straßen, die die Ladakh-Region mit Kaschmir verbinden. Regelmäßig muss sie wegen starker Schneeverwehungen für Monate...
...gesperrt werden. Sie ist lediglich von Juni bis Mitte November passierbar. Die Route folgt dem Indus - einem Pfad, auf dem in den vergangenen Jahrhunderten die Pashmina-Wolle von Trägern und später mit Pony-Karawanen nach Kaschmir zur Verarbeitung gebracht wurde.
Neelum Valley Road in Pakistan: Hier sind Überlebende des schweren Erdbebens vor sechs Jahren unterwegs in Richtung Kaschmir, wo sie Zuflucht suchen. Lange Zeit danach...
...war die Strecke durch Erdrutsche und zerstörte Brücken vom Rest der Welt abgeschnitten. Die Lastwagenfahrer aus Kaschmir fürchten diese Route, weil es immer wieder zu Unfällen kommt. Darunter...
...leiden auch Bergstraßen im mexikanischen Bezirk Puebla. Seit einer schweren Flut, die am 9. Oktober 1999 weite Teile des Landes heimsuchte, ist diese Straße nur noch zu Fuß zu passieren.
Peru: Auf den schmalen Bergstraßen zwischen der Hauptstadt Lima und dem Städtchen Canta in den Anden sind es besonders die "Piraten" unter den Bussen, die ohne Lizenz zur Fahrgastbeförderung die ohnehin gefährliche Drei-Stunden-Tour noch unsicherer machen. Betrunkene oder erschöpfte Fahrer, Nachtfahrten ohne Licht, überfüllte Busse und Flirts mit weiblichen Fahrgästen sind typische Ursachen für Unfälle.
Halsema Highway: In der Provinz Benguet, nördlich von Manila, löste der Taifun Parma im Oktober 2009 schwere Erdrutsche aus. Die Straße schlängelt sich von Baguio City durch Reisterrassen höher bis sie in Sayangan auf 2200 Meter ihren höchsten Punkt erreicht. Danach windet sie sich über 40 Kilometer entlang steiler Bergrücken und felsiger Klippen.
Guoliang Tunnel: Ein einsamer Straßenkehrer reinigt einen Abschnitt des spektakulären Tunnelsystems im Berg Taihang. 200 Familien stellten die loggia-artige Strecke von 1500 Meter Länge in 30 Jahren fertig - in Handarbeit! Viel Verkehr gibt es nicht, die malerisch gelegene Meisterleistung in Chinas westlicher Provinz Shanxi besuchen überwiegend Touristen und meist zu Fuß.
Thailands "Friendship Highway": Szenen wie diese in der Provinz Saraburi sind leider nicht ungewöhnlich. Bei diesem Unfall, der 29 Menschen das Leben kostete und mindestens 14 schwer verletzte, hatte ein Bus auf dem Weg nach Bangkok Feuer gefangen und war außer Kontrolle bergab gestützt.