Fußballspiel im Test Das ist "Fifa 19"
Da steht der Pott: Das neue Fußballspiel "Fifa 19" signalisiert dem Spieler vielerorts, dass es jetzt auch die Champions-League-Lizenz zu bieten hat, die bisher beim Konkurrenten "Pro Evolution Soccer" lag.
Für diese Grätsche gibt es keinen Elfmeter: Wer nach den neuen "Hausregeln" spielt, kann festlegen, dass Abseitsstellungen und Fouls nicht geahndet werden.
Stars wie Neymar sehen in "Fifa 19" noch besser aus als im Vorgänger und haben neue Spezialbewegungen gelernt.
Wer den Torhüter irritieren will, kann den Anlauf beim Elfmeter verzögern.
24 neue Stadien hat EA für "Fifa 19" nachgebaut. Mit dabei ist auch der Signal Iduna Park, die Heimat von Borussia Dortmund.
Die seit "Fifa 17" laufende Geschichte des fiktiven Starspielers Alex Hunter (Mitte) wird im neuen Spiel fortgeführt. Man kann im dritten Teil von "The Journey" ständig auswählen, ob man mit Hunter oder stattdessen lieber mit seiner Schwester Kim oder Danny Williams spielen möchte.
Spieler können bei "Fifa 19" nun bereits im Voraus verschiedenen Taktiken erstellen und während des Spiels per Schnellzugriff aktivieren.
Die Karten werden im Online-Spielmodus "Fifa Ultimate Team" neu verteilt: Wer ein Kartenset erhält, kann die Objekte nun einfacher in den Verein oder auf den Transfermarkt verschieben.
Den in verschiedenen Ländern erhobenen Vorwürfen, mit "Ultimate Team" eine Art Glücksspiel zu betreiben, begegnet EA lediglich mit einem Hauch von Transparenz: Die Spieler erfahren nun, wie gering ihre Chancen sind, einen Topspieler zu ziehen.
Eine der wenigen Veränderungen im Online-Bereich: Der neue Online-Modus "Rivals" schätzt angeblich ein, wie gut man spielt und wählt entsprechende Gegner aus.
Ein wenig anders als die Versionen für Playstation 4, Xbox One und den PC ist die "Fifa 19"-Variante für Nintendos Switch: Sie basiert auf einer anderen Engine und bietet zum Beispiel auch nicht den neuen "Rivals"-Modus. Das Spielgefühl ist unserem Eindruck nach zwar ähnlich, aber nicht identisch.
Von der Grafik her fällt die Switch-Version gegenüber den anderen Varianten des Spiels merklich ab, das gilt vor allem für den TV-Modus. Nutzt man die Switch als Handheld, sieht das Spiel dagegen hübsch genug aus.
Auf den Storymodus "The Journey" müssen Switch-Spieler wie im Vorjahr verzichten, er fehlt in der Nintendo-Variante des Spiels. Das ist schade, da er zum Beispiel auf Reisen wohl genau der richtige Zeitvertreib wäre.
Der einzige Vorteil der Switch-Version besteht letztlich darin, dass man sie unterwegs spielen kann. "Fifa 19" für die Switch ist so das beste Mobilfußballspiel - was aber auch daran liegt, dass es in dem Bereich keine ernsthafte Alternative gibt. "Pro Evolution Soccer" etwa erscheint nicht für die Switch.
Für einen schnellen Switch-Kick mit Freunden lohnt sich "Fifa 19" immerhin mehr als "Fifa 18". Das liegt vor allem an neuen "Hausregeln", mit denen schnelle, actionlastige Partien möglich sind, zum Beispiel nach dem Prinzip: Spiel starten, Fouls ausstellen, dem Gegenüber einen Joycon in die Hand drücken - schon darf ordentlich gegrätscht und rumgeschrien werden.