Cannes 2012 Die großen Gewinner - und die einsamen Verlierer
Michael Haneke mit seiner zweiten Goldenen Palme: Erst 2009 hatte er mit "Das weiße Band" gewonnen, jetzt konnte er mit dem Beziehungsdrama "Amour" die Jury überzeugen.
Hanekes Sieg war von vielen erwartet worden - so stark ist sein Film über die Beziehung eines alternden Paares. In der männlichen Hauptrolle: Jean-Louis Trintignant, hier rechts im Bild.
Die weibliche Hauptrolle in "Amour" spielt Emmanuelle Riva.
Für beide wurden auch Darstellerpreise gemutmaßt, aber bei den Männern konnte sich letztlich Mads Mikkelsen in "The Hunt" durchsetzen.
Bei den Frauen gewannen die Hauptdarstellerinnen Cosmina Straten und Cristina Flutur aus dem rumänischen Film "Beyond the Hills" von Cristian Mungiu.
Den zweiten Platz in der Kategorie "Bester Film" belegte die Mediensatire "Reality" des Italieners Matteo Garrone.
Als bester Regisseur wurde der Mexikaner Carlos Reygadas ausgezeichnet, dessen Film "Post Tenebras Lux" im Wettbewerb lief.
Cannes-Veteran Ken Loachs Sozialkomödie "The Angel's Share" landete überraschend auf dem dritten Platz.
Ganz leer ging die Südstaaten-Groteske "The Paperboy" mit Nicole Kidman, Zac Efron und John Cusack aus. Besonders Kidman wurde für ihre Leistung in Lee Daniels Film gelobt.
Außer Konkurrenz war auch Kidmans Film "Hemingway and Gellhorn" mit Clive Owen als Schriftsteller Ernest Hemingway zu sehen.
Nicht nur Filmstars ließen sich an der Croisette blicken: Moderatorin Heidi Klum und Designer Karl Lagerfeld besuchten die Gala "Cinema Against Aids".
Selbst die Miss Universe von 2010, die Mexikanerin Ximena Navarrete, durfte ein paar Minuten im Blitzlichtgewitter genießen.
Kalkuliert war natürlich der Blick auf ihren blanken Po, den Schauspielerin Arta Dobroshi den Fotografen gewährte.
Reese Witherspoon zeigte bei der Premiere von "Mud" ihren Babybauch in einem engen Kleid.
Mit "Holy Motors" sorgte der französische Regisseur Leos Carax für viel Wirbel im Wettbewerb. Viele sahen den experimentierfreudigen Film als einen Anwärter auf den Hauptpreis an - am Ende reichte es aber noch nicht einmal für einen der Plätze.
Mit Sängerin Kylie Minogue bot "Holy Motors" ein faszinierend disparates Ensemble auf...
...denn an ihrer Seite spielte Denis Lavant.
Auf der Leinwand stimmte ihre Chemie in jedem Fall, im echten Leben scheint das eher fraglich.