Filmgeschichte - DER SPIEGEL
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Filmgeschichte Wenn schöne Frauen schöne Dinge tun

Sexy und lakonisch statt politisch und korrekt: Als im Sommer 1968 die Studenten auf die Barrikaden gingen, drehte Rudolf Thome lieber einen Film. Sein Debüt "Detektive" wurde zum Geheimtipp für Filmfans - und Uschi Obermaier kam zu ihrer ersten Kinorolle.
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Sexy und cool: "Detektive" (BRD 1968) wurde zur ersten Kinorolle für Uschi Obermaier - und sie zur Sex-Ikone der Achtundsechziger.

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Girls and Guns: Der Plot der Krimigroteske "Detektive" (BRD 1968) um die von einem Verehrer verfolgte Annabella (Iris Berben) - hier in der Mitte des Bildes - und den geplanten Giftmord an einem Industrieboss dient nur als Gerüst, um daran allerlei Intrigen und Seitenwechsel aufzuhängen - und natürlich, schöne Frauen schöne Dinge tun zu lassen. Als Klientin bemerkt Iris Berben in ihrer ersten Kinorolle in aller Unschud, sie könne doch nicht mit jedem Mann schlafen, der ihr gefalle.

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Regisseur Rudolf Thome über die unterschiedliche Arbeitsweise im Jahre 1968 und heute: "Ich hätte es lieber ein bisschen unprofessioneller. Damals konnte eigentlich jeder alles machen, beziehungsweise keiner eine Sache so richtig. Wir waren ja alle Anfänger."

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Stimmung, Posen, Sexieness: Die in den meisten Szenen sehr leicht bekleidete Uschi Obermaier alias Chrissi Malberg lässt die Handlung in Rudolf Thomes "Detektive" (BRD 1968) zur Nebensache werden.

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"Bande à part" : Anna Karina und Sami Frey in dem Film von Jean-Luc Godard (Frankreich 1964).

Die Geschichte des Films "Detektive" begann auf den "14. Westdeutschen Kurzfilmtagen" in Oberhausen", wo Rudolf Thome 1968 die Produzentin und Mäzenin Petra Nettelbeck kennenlernte, die bereit war, seinen ersten Langfilm mit 30.000 D-Mark zu fördern. "Max Zihlmann hatte zu diesem Zeitpunkt ein Drehbuch angefangen, aber nicht zu Ende gebracht, weil es ihn plötzlich zu sehr an Godards "Bande à part" erinnerte", rekapituliert Thome heute. "Aber da nun Petra Nettelbeck zugestimmt hatte, hab' ich gesagt: Du musst sofort weiterschreiben. Das war Mitte April. Im Mai habe ich dann Stab und Besetzung zusammengesucht, und im Juni haben wir gedreht."

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Rudolf Thome: "Natürlich gab es jede Menge Demos, aber dafür hatten wir keine Zeit, wir mussten ja drehen", so der Regisseur Rudolf Thome über das Jahr 1968.

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Wasserwerfer gegen Demonstranten: Das Attentat auf Rudi Dutschke - die Schlüsselfigur der westdeutschen linken Studentenbewegung - am 11. April 1968 löste Proteste aus. Einsatzkräfte der Polizei gingen am 21. April 1968 mit Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor.

"Natürlich gab es jede Menge Demos, aber dafür hatten wir keine Zeit, wir mussten ja drehen", so der Regisseur Rudolf Thome ("Detektive") zum Thema "Politisches 1968".

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Uschi Obermaier: Das Fotomodell in einer erotischen Aufnahme aus dem Jahr 1970. Sie war Mitglied der Berliner Kommune 1 und gilt als die Sex-Ikone der 68er-Studentenrevolte. In "Detektive" (BRD 1968, Regie: Rudolf Thome) hatte sie ihre erste Kinorolle.

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