Finanzsystem - DER SPIEGEL
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Finanzsystem Willkommen im Hort der Geldrevolution!

In einem Landhotel in Neuengland stampften 1944 die klügsten Ökonomen ihrer Zeit eine internationale Währungsordnung aus dem Boden. Jahrzehnte brachte das Arrangement von Bretton Woods der Welt Stabilität - bis Zocker die Regie übernahmen. Von Wolfgang Kaden
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Fort Knox: Als Lagerstätte für die amerikanischen Goldreserven ist der Stützpunkt der US-Army in Kentucky weltbekannt. Das Bretton-Woods-System, in dem der US-Dollar als Leitwährung fungierte, beruhte auch auf der Zusage der USA, die Dollar-Reserven jedes Landes gegebenenfalls gegen Gold einzutauschen.

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Konferenz von Bretton Woods: Delegierte aus 44 Nationen posieren am 2. Juli 1944 vor dem Hotel "Mount Washington" in Bretton Woods, New Hampshire. Auf der Konferenz in der US-Provinz wurde die globale Geld- und Währungsordnung ausgehandelt, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs für Jahrzehnte die Weltwirtschaft prägte.

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Redner Keynes: Die Aufnahme entstand vermutlich im Juli 1944 in Betton Woods, New Hampshire, bei den Verhandlungen für die Neuordnung des internationalen Währungssystems nach dem Zweiten Weltkrieg. Keynes konnte sich mit seinen Vorschlägen nicht durchsetzen, stattdessen orientierten sich die 44 vertretenen Staaten an einer Vorlage des US-Verhandlungsführers Harry Dexter White.

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Karl Schiller: Währungspolitik galt vor der Einführung des Euro als hohe Schule der Finanzpolitik. 1969 wurde sie Top-Thema im Bundestagswahlkampf, als SPD-Wirtschaftsminister Karl Schiller für die Aufwertung der D-Mark focht, während Franz Josef Strauß (CSU), in der Großen Koalition sein Finanzministerkollege, und die gesamte Union dagegen waren. Die Aufnahme zeigt Schiller im November 1971 während des SPD-Bundesparteitages in der Bonner Beethovenhalle.

Foto: dpa
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Schmidt und Giscard d'Estaing: Der deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt und Frankreichs Staatspräsident Valéry Giscard d'Estaing (hier 1978 in Schmidts Haus in Hamburg) waren die Motoren hinter dem Europäische Währungssystem (EWS), das ab 1979 in Europa ein System fester, dabei anpassungsfähiger Wechselkurse etablierte und so eine Zone der Währungsstabilität schuf.

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Nacht der Entscheidung: Der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl während der Abschlusspressekonferenz des Brüsseler Euro-Gipfels am 3. Mai 1998. In der Nacht zuvor hatten die EU-Regierungschefs die Europäische Währungsunion zum 1. Januar 1999 beschlossen - ein Schritt mit profunden Auswirkungen für das Weltfinanzsystem.

Foto: dpa
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