Fingerhakeln Zieeeeeh!
Zugvögel: Nordlichtern mag das Spektakel merkwürdig erscheinen, in Süddeutschland hat Fingerhakeln eine lange Tradition.
Federschwer: Vor dem Wettkampf kommt das Aufwärmen - hier mit der Stahlfeder.
Über den Tisch: Wenn zwei hakeln, fangen sie der dritte und der vierte. Naben einem Schiri sitzen zwei Auffänger hinter den Sportlern, die dafür sorgen, dass niemand auf den Boden schlägt, wenn einer plötzlich loslässt.
Finger im Ring: Seit den Fünfzigerjahren wird mit Lederringen gehakelt, davor wurden die Finger direkt verhakt. Das Sportgerät besteht aus Rindsleder, Wurst- und Polyestergarn, muss nach dem Reglement sechs bis acht Millimeter dick sein und einiges aushalten.
Finger fertig: Die Wettkämpfer müssen sich auf einiges gefasst machen. Neben Technik und Kraft entscheidet beim Fingerhakeln die Überwindung des Dehnungsschmerzes über Sieger und Verlierer. Manchmal reißt eine Sehne oder Blut fließt.
Voller Körpereinsatz: Die Fingerhakler stützen sich mit dem Schienbein am Tisch ab, um es dem anderen schwerer zu machen, sie über den Tisch zu ziehen.
Prost: Wie bei vielen anderen Sportarten sind auch die Fans des Fingerhakelns ein bierseliger Haufen.
Flugshow: Lässt einer plötzlich los, sind die Auffänger gefragt.
Zieeeh! Wer Fingerhakeln will, muss üben.
Dickhäuter: Unter anderem geht es beim Training darum, eine dicke Hornhaut an der Innenseite des obersten Fingerglieds zu entwickeln. Dann hält der Ring besser - und die Schmerzen halten sich in Grenzen.
Auch in höherem Alter kann man noch Fingerhakeln. Ursprünglich sollen mit dem Wettkampf Streitereien beigelegt worden sein.