Fire Lookouts Übernachtung mit Waldblick
Einsamkeit garantiert: Wer in den USA auf einem Fire Lookout übernachtet, kann sich ganz weit weg von der Zivilisation fühlen. Einige der Behausungen sind für Touristen geöffnet.
Die Einrichtung der Lookouts ist einfach und zweckmäßig. Hier kann man ganz allein mit der Natur sein.
Im Breckenridge Peak Lookout in Kalifornien lebt und arbeitet Lorie Griswold. Sie überwacht seit 14 Jahren mehrere hundert Quadratkilometer Gebirge. Sobald Spuren eines Waldbrandes zu sehen sind, meldet sie das den Behörden.
Typische Bauweise: Ein Großteil der Lookouts besteht aus einem quadratischen Raum mit Fenstern in alle Richtungen, der auf ein Gestell mit Treppe gesetzt wurde.
Desolation Peak im Staat Washington: Hier steht der Arbeitsplatz für den Bäumegucker auf einem 1860 Meter hohen Berggipfel.
Tolle Aussichten sind in solchen Unterkünften garantiert. Allerdings muss man mit Einsamkeit zurechtkommen und keine Angst vor den Alltagsgeräuschen der Natur haben.
Wer so einen Arbeitsplatz hat, muss ein besonderer Typ sein: "Ich starre Bäume an", lautet Griswolds Standardwitz, wenn sie nach ihrem Beruf gefragt wird.
Mount Pilchuck Fire Lookout im US-Staat Washington: Heute dient das Bauwerk als Schutzhütte für Wanderer.
Unterkunft des Autors: Der Oak Flat Lookout ist eine Art Einsteiger-Feuerturm, gerade mal eine Stunde Rumpelpistenfahrt von der nächsten Ansiedlung entfernt.
Dabei handelt es sich um einen maroden Turm auf einem namenlosen Berggipfel in den Greenhorn Mountains, ohne Strom und Wasser. 1500 Meter Meereshöhe, dazu kommen 15 Meter Turmhöhe, erreichbar über 46 Stufen.
Lorie Griswold bei der Arbeit: Auf eigene Kosten hat sie sich für 350 US-Dollar ein besseres Fernglas gekauft. "Das Ding vom Forest Service kannst du vergessen", sagt sie.
Etwa ein Dutzend Feuer funkt sie jeden Sommer ins Tal, meist Blitzschläge, kleinere Brände, die innerhalb eines Tages gelöscht sind.
Nachts in der Einsamkeit: Im südkalifornischen Sequoia National Forest steht der Oak Flat Lookout.