Fischer und Co. Comeback der Generation Silberhaar
Joschka Fischer: Aus der Politik hat sich der ehemalige Außenminister zurückgezogen. Für immer? In Umfragen werden dem 63-Jährigen neuerdings gute Chancen als Merkel-Herausforderer 2013 eingeräumt.
Peer Steinbrück: Der 64-jährige Ex-Finanzminister hat kürzlich mal wieder eine Rede im Bundestag gehalten. Seitdem wird er in der SPD als möglicher Kanzlerkandidat gehandelt und erfreut sich in Umfragen großer Beliebtheit.
Horst Seehofer: Seit Guttenbergs Abgang erlebt der 61-jährige CSU-Vorsitzende einen zweiten politischen Frühling. "Je älter ich werde, desto weniger halte ich von Altersgrenzen", sagt er.
Wolfgang Böhmer: Gemeinsam mit Seehofer (rechts) und SPD-Mann Kurt Beck, 62, zimmerte Sachsen-Anhalts damaliger 75-jähriger Ministerpräsident im Bundesrat den Hartz-IV-Kompromiss. "Eine Sache, an der eine Bundesregierung und vier Fraktionen gescheitert sind, wird durch drei Männer, die auch schon ein paar graue Haare haben, wieder in Gang gebracht", so Beck nachher.
Gerda Hasselfeldt: Weil sich die Jungen nicht einigen konnte, übernahm die 60-Jährige den einflussreichen Vorsitz der CSU-Landesgruppe in Berlin. "Es gehörte nicht zu meiner Lebensplanung", sagte Kohls Ex-Ministerin.
Winfried Kretschmann: Der 62-jährige Grüne war jahrelang ein kleines Licht in der Lokalpolitik. Doch siehe da: Auf seine alten Tage darf er Baden-Württemberg regieren.
Oskar Lafontaine: Der ehemalige Linken-Chef hatte sich 2010 ins Saarland zurückgezogen. Doch weil seine Nachfolger straucheln, träumt mancher Genosse vom Comeback des 67-Jährigen.
Rainer Brüderle: Der 65-Jährige bleibt Wirtschaftsminister - trotz des Umbruchs in seiner FDP. Für den Fall des Falles kündigte er an, dass sein Sturz nur "blutig" vonstattengehen könne.
Heiner Geißler: Der Mann ist 81 - aber aktiver denn je. Seit er im Stuttgarter Bahnhofsstreit schlichtete, erklärt er den Deutschen in Talkshows die Demokratie.