Fehmarn Warum sank der Fischkutter "Condor?"
Schwierige Bergung: Der Schwimmkran "Sanne A" hebt das Wrack des Fischkutters "Condor" aus der Ostsee. Am 6. Februar ist das Schiff vor der Ostküste Fehmarns gesunken. Warum, das ist ein Rätsel. Der Kapitän und sein Decksmann kamen ums Leben.
Peter Ollhoff ist der Hafenmeister von Burgstaaken, dem Heimathafen der "Condor". Er ist, wie viele andere, fassungslos über das Unglück, bei dem er zwei gute Freunde verloren hat.
Blick in den Hafen Burgstaaken auf Fehmarn: Am Tag nach dem Unglück ist der größte Teil der Fischerflotte nicht ausgelaufen.
Die "Condor" im Hafen Burgstaaken, aufgenommen im Jahr 2006
In einer Ecke des Hafens haben Kollegen der beiden verstorbenen Fischer Kerzen aufgestellt. Darüber ist auf einem Schild zu lesen: "Gute Reise SB 14! Wir sind sehr traurig!"
Kapitän Gunnar Gerth-Hansen und sein Matrose Frederik Otten fahren auf ihrem Kutter "Tümmler" ebenfalls von Fehmarn zum Fischfang auf die Ostsee raus. Auch sie können sich das Unglück nicht erklären. "Das waren zwei tüchtige, erfahrende Fischer und liebe Kollegen", sagt Gerth-Hansen.
Eine Bergungsfirma aus Rostock hat das Schiff in den dortigen Hafen gebracht. Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) wollen es jetzt genau begutachten.