Fleischatlas 2016 Grafiken zur Fleischproduktion in Deutschland
Die Fleischproduktion in Deutschland wächst stetig weiter, vor allem bei Geflügel. Weil der deutsche Markt längst gesättigt ist, steigen die Exportzahlen.
Viele Verbraucher wünschen sich bessere Haltungsbedingungen für Rinder, Schweine und Hühner. Nach einer Umfrage des Landwirtschaftsministeriums vom März 2015 wären mehr als 80 Prozent der Deutschen dafür bereit, einen höheren Preis zu zahlen.
Bis zu 20 Prozent teurer dürfte Fleisch aus artgerechter Haltung für gut 70 Prozent der Käufer sein. Bei einem noch höheren Preis sinkt die Zahlungsbereitschaft rapide ab.
Tierhalter haben seit 2012 Millionen neue Mastplätze beantragt, vor allem in Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Nicht alle Zahlen sind bekannt und nicht alle Anträge sind bereits genehmigt.
Die Zahl der geflügelhaltenden Betriebe ist seit 2001 rapide zurückgegangen, die Fleischproduktion ist dabei aber immer weiter gestiegen.
Bei den Schweinehaltern zeigt sich, dass vor allem kleine Betriebe in Bayern und Baden-Württemberg aufgegeben haben. In Nord- und Ostdeutschland sind dagegen viele große Mastanlagen neu entstanden.
Bei den Rinderhaltern gab es dagegen sogar eine ganze Reihe Neugründungen, ausschließlich in den fünf ostdeutschen Bundesländern.
Diese Deutschlandkarte zeigt deutlich, wo besonders viele Schweine pro Hektar gehalten werden: In Niedersachsen, dem "Heimatland der Mastbetriebe", stehen in den meisten Landkreisen mehr als 300 Schweine je Hektar, der Osten holt aber auf.
Auch bei der Rinderhaltung steht Niedersachsen an der Spitze, aber auch in Schleswig-Holstein und Bayern liegen viele Landkreise mit vielen Rindern - dort sind es vor allem Milchkühe.