Flucht mit Langerhans-Zell-Histiozytose (LCH), Fotos - DER SPIEGEL
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Krebskranker Flüchtling Quälendes Warten

In einem Schlauchboot und mit großen Erwartungen kam Amjad Wardeh nach Deutschland. Der Mann aus Syrien leidet an einer seltenen Krebserkrankung und hoffte auf medizinische Hilfe - bislang vergeblich.
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Amjad Wardeh: Aufzugeben kommt für den Asylbewerber aus Syrien am 19. Februar noch nicht ernsthaft in Frage. Der 31-Jährige leidet unter einer seltenen Erkrankung, der Langerhans-Zell-Histiozytose, und hofft zu diesem Zeitpunkt in Deutschland auf eine Behandlung.

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Notunterkunft in Weiterstadt: Hier lebte Wardeh einige Wochen, bis die Turnhallen geschlossen wurden. Anschließend kam er vorübergehend bei Bekannten unter. Wie schlimm es um Wardeh steht, lässt sich erst sagen, wenn er abschließend untersucht wurde - darauf wartete er über vier Monate. Inzwischen hat er Deutschland verlassen.

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Umgebung der ehemaligen Notunterkunft: Um sich abzulenken und zu beschäftigen, verbringt Wardeh viel Zeit im Fitnessstudio. Die Übungen, die er trotz Krankheit machen kann, macht er. Einige Leute legten ihm das in Deutschland negativ aus: So schlecht könne es ihm nicht gehen, solange er noch Sport mache, argumentierten sie. Doch nicht jede Krankheit macht Sport unmöglich.

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Kunstwerk: Wardeh hat in Damaskus Kunst studiert und arbeitete vor seiner Flucht nach Deutschland freiberuflich als Künstler. In seinen Arbeiten, darunter auch animierte Kurzfilme, beschäftigt er sich häufig mit dem Krieg in seinem Heimatland. "Ich habe mir nicht ausgesucht, Flüchtling zu werden", sagt er. "Es gab keine Alternative."

Foto: Amjad Wardeh
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Dieses Bild malte Wardeh 2014, als er bereits aus Syrien in die Türkei geflüchtet war.

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Nur wenige Tage nach dieser Aufnahme denkt Wardeh ernsthaft darüber nach, seinen Asylantrag zurückzuziehen. Ohne Pass und Arbeitserlaubnis fühlt er sich eingeschränkt. "Ich will Bürgerrechte", schreibt er. Genauso lange wie auf medizinische Hilfe wartet er auf einen Termin beim Amt, um über seinen weiteren Aufenthalt in Deutschland zu sprechen. Zusätzlich zu körperlichen Schmerzen quält ihn die Unsicherheit - Mitte März entscheidet er sich, seinen Asylantrag zurückzunehmen und reist nach Kanada.

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