Flüchtlinge Aufnahmelager Idomeni versinkt im Schlamm
Zwei Tage Regen in Idomeni haben den Boden aufgeweicht, die Zelte halten das Wasser kaum noch ab. Flüchtlinge, die hier an der griechisch-mazedonischen Grenze ausharren, versuchen sich notdürftig mit Plastikfolien zu schützen.
Mindestens 13.000 Menschen warten in Idomeni auf ihre Weiterreise Richtung Norden. Doch Mazedonien lässt kaum noch Menschen über die Grenze. Die sogenannte Balkanroute ist dicht.
Die Lage spitzt sich damit in Griechenland weiter zu. Die Zahl der Flüchtlinge im Land steigt von Stunde zu Stunde. Immer mehr Migranten kommen über die Türkei in die EU. Das Bild zeigt Hilfesuchende am Hafen von Piräus. Allein am Donnerstagmorgen kamen rund 800 Menschen von den Inseln Lesbos und Chios.
Freiwillige verteilen Nahrungsmittel in Piräus. Insgesamt sind fast 36.000 Migranten in Griechenland gestrandet. Der Krisenstab in Athen schätzt, dass es noch vor Ende März dreimal so viele sein werden.
An der Grenze sind die hygienischen Bedingungen mittlerweile katastrophal. Durch den heftigen Regen und die sinkenden Temperaturen können sich Krankheiten schnell ausbreiten. Hier untersucht ein Helfer des Roten Kreuzes einen Flüchtling.
"Made in EU" - Aktivisten haben ein Banner an den Grenzzaun gehängt. Es ist ein Protest gegen die europäische Flüchtlingspolitik.
Das Ziel der meisten Flüchtlinge ist klar: Deutschland. Dieser Mann hält eine Flagge in Schwarz-Rot-Gold in der Hand und wischt sich offenbar Tränen aus den Augen. Viele Migranten sind vor Krieg und Terror geflohen - in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Jetzt wissen sie nicht, wie es weitergeht.
Kinder suchen Schutz in einem Zelt. Vor allem die Jüngsten leiden in der Schlammwüste unter schweren Erkältungen, Atemwegsbeschwerden und Durchfall, berichten Ärzte.
Vertreter der griechischen Behörden, aber auch Hilfsorganisationen ermutigen die Menschen abzureisen. Es sei sinnlos im Schlamm zu warten, weil die Grenze zu Mazedonien vorerst nicht aufgemacht werde, hieß es.