Flüchtlingskonferenz in Berlin - DER SPIEGEL
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Flüchtlingskonferenz Millionen gegen das millionenfache Leid

Die Lage im Libanon, in Jordanien und der Türkei ist verzweifelt: Millionen syrische Zivilisten haben sich vor dem Krieg in diese Länder gerettet. Auf der Flüchtlingskonferenz baten die Regierungen nun eindringlich um Hilfe.
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Vor drei Jahren hatten sie ein Zuhause, nun leben sie im Schlamm. Eine syrische Familie versucht den Matsch wegzuräumen, der sich vor ihrem Zelt in einem Flüchtlingslager in der Türkei auftürmt. Gemeinsam mit dem Libanon und Jordanien hat die Türkei einen Großteil der schätzungsweise drei bis fünf Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen.

Foto: ZEIN AL-RIFAI/ AFP
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Die drei Länder sind mit dem Flüchtlingsstrom überfordert, sie rufen die Staatengemeinschaft schon lange um Hilfe an - bislang mit nur ungenügendem Erfolg. In Berlin haben deshalb Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Uno-Flüchtlingskommissar António Guterres und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zu einer eintägigen Konferenz im Auswärtigen Amt geladen.

Foto: HANNIBAL HANSCHKE/ REUTERS
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Das Leben der Flüchtlinge ist auf das Wesentliche beschränkt - und oft fehlt auch das: Ein Teppich als Wohnzimmer, ein Topf mit Gemüse auf einer Feuerstelle, mehr können die aufnehmenden Länder manchmal nicht leisten.

Foto: MOHAMED AZAKIR/ REUTERS
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Der Libanon ist überfordert mit der Lage. Man habe die Grenzen der Aufnahmekapazitäten erreicht, sagte der libanesische Ministerpräsident Tammam Salam zum Auftakt der Flüchtlingskonferenz.

Foto: Maya Hautefeuille/ AFP
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Noch immer kommen täglich neue Flüchtlinge aus Syrien in die Nachbarländer. In den vergangenen Wochen flüchteten vor allem Syrer aus dem Norden des Landes in die Türkei. Die kurdischen Gebiete um die Stadt Kobane, die lange als sicher galten, sind auf einmal Kriegsgebiet.

Foto: ZEIN AL-RIFAI/ AFP
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Auch in Jordanien ist die Belastung groß: Tausende Zelte und Container reihen sich in der Wüste nebeneinander auf. Im Flüchtlingslager Zaatari reicht eine Syrerin einem Mann im Rollstuhl ihr Kind, damit er es kurz hält. Doch die meisten Syrer leben nicht im Lager, sondern außerhalb und versuchen sich dort selbst durchzuschlagen.

Foto: Khalil Hamra/ AP/dpa
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Uno-Flüchtlingskommissar Guterres warnte vor einer "humanitären Katastrophe", wenn die Hilfe für die Aufnahmeländer nicht deutlich erhöht wird. "Syriens Nachbarn müssen massive und konkrete Unterstützung erhalten ", sagte er. Die Kinder auf diesem Bild sind erst vor Kurzem Flüchtlinge geworden. Sie wohnten zuvor in der umkämpften syrischen Stadt Kobane, nun sind sie in einem Camp in der Türkei untergebracht. In Berlin beklagte der stellvertretende türkische Außenminister Naci Koru, sein Land trage Kosten von vier Milliarden US-Dollar, werde von der internationalen Gemeinschaft aber nur mit rund 250 Millionen Dollar unterstützt.

Foto: KAI PFAFFENBACH/ REUTERS
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