Flug MH370 Komplizierte Suche vor Australiens Küste
Lockheed P-3 "Orion": Drei dieser Seeaufklärer sind an der Suche nach Flug MH370 beteiligt.
Blick aus einem Aufklärungsflugzeug: Der norwegische Autofrachter "St. Petersburg" war zuerst im Suchgebiet.
Wo ist Flug MH370? Ein Pilot der australischen Luftwaffe konzentriert sich auf seinen Einsatz im Seegebiet südöstlich von Perth.
Australien hat das Kommando bei der Suchaktion im Indischen Ozean, die die bislang heißeste Spur der verschwundenen Boeing 777-2000 verfolgt.
Auf Satellitenbildern hatten australische Geheimdienstexperten mögliche Bruchstücke eines Flugzeugs ausgemacht.
Ein Teil des Treibguts soll 24 Meter lang sein, das zweite Stück fünf Meter. Schlechtes Wetter hatte die Suche bislang beeinträchtigt, Experten bezeichnen die mögliche Fundstelle als eine der rauesten Ecken der Welt.
Australiens Premierminister Tony Abbott hatte die Aufnahmen öffentlich gemacht. "Es ist wohl eine der abgelegensten Ecken auf dem Erdball", so der Politiker: "Aber wenn es da unten irgendetwas gibt, werden wir es finden. Das sind wir den Angehörigen dieser Menschen schuldig."
Auf dieser Karte ist das mögliche Absturzgebiet verzeichnet. Flug MH370 war am vorvergangenen Samstag von Kuala Lumpur aus Richtung Peking gestartet, verschwand dann aber vom Radar.
Doch der Flieger sendete auch noch Stunden nach seinem Verschwinden Signale an einen Satelliten. Diese sogenannten Pings legten zwei Flugkorridore nahe, einen nördlichen und einen südlichen. Mittlerweile gilt es jedoch als nahezu ausgeschlossen, dass Flug MH370 nach Norden geflogen sein könnte. Das Gebiet ist zu gut überwacht. Bleibt die Route über dem Indischen Ozean.
Bei der Suche vor der südwestlichen Küste Australiens soll nun auch der chinesische Eisbrecher "Schneedrache" helfen, der bereits an der spektakulären Rettungsaktion des in antarktischen Gewässern festsitzenden Forschungsschiffs "Akademik Shokalskiy" beteiligt war.
Die Suche zu See gestaltete sich zuletzt auch in anderen Gebieten als mühsames Unterfangen. Die Crew-Mitglieder (hier ist ein indonesisches Schiff in der Straße von Malakka zu sehen) suchen oft mit bloßen Augen oder Ferngläsern nach Spuren des Flugzeugs.
Die Unterstützung aus der Luft ist also zwingend erforderlich. Probleme bereitet jedoch der ausgehende Treibstoff. Die Flugzeuge konnten sich nur eine begrenzte Zeit über dem Suchgebiet aufhalten, dann mussten sie zum Festland zurückkehren.
Auch dieses Flugzeug der australischen Luftwaffe kam ohne einen Hinweis zurück. Mittlerweile sind fünf Maschinen im Einsatz gewesen - ohne Erfolg.
Die Angehörigen der 239 Menschen an Bord der Boeing hoffen noch immer auf ein Wunder, doch mittlerweile wächst auch die Wut über die Informationspolitik der malaysischen Behörden.
Zu häufig widersprachen sich die Offiziellen aus Malaysia selbst oder mussten bereits dementierte Berichte nachträglich doch bestätigen.