Flugobjekt Kaspisches Seemonster - DER SPIEGEL
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Flugobjekt Das Monster auf dem Satellitenbild

1967 versetzten Satellitenbilder vom Kaspischen Meer die amerikanischen Geheimdienste in Aufruhr. Fotos zeigten ein gewaltiges Flugobjekt, das die Analysten "Kaspisches Seemonster" tauften.
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Projekt von nationalem Interesse: Mit Höchstgeschwindigkeit schoss das Kaspische Seemonster am 18. Oktober 1966 zum ersten Mal über die Wellen. Es flog in einer Höhe zwischen vier und 14 Metern. Der starke Mann der Sowjetunion, Nikita Chruschtschow, räumte dem Ingenieur Alexejew 1963 unbeschränkte Mittel ein. Rund 7000 Menschen waren an der Konstruktion und dem Bau des Kaspischen Seemonsters beteiligt.

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Wasserscheues Monster: Ein US-Spionagesatellit machte 1967 Aufnahmen vom Kaspischen Seemonster. Geheimdienste und Luftfahrtexperten waren zunächst ratlos, um was es sich bei dem Objekt handelte. Der Entwickler des Starfighter, Clarence "Kelly" Johnson (rechts), löste das Rätsel. Das Kaspische Seemonster enttäuschte die hohen Erwartungen der Roten Armee. Hoher Wellengang machte dem Ungetüm zu schaffen. Stattdessen entwickelte Alexejew den Truppentransporter "Orljonok".

Foto: IVAN SEKRETAREV/ ASSOCIATED PRESS
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Ehrendes Gedenken: 1975 verunglückte allerdings ein Prototyp bei einem Testflug. Alexejew musste die Leitung des Programms zur Entwicklung von Bodeneffektfahrzeugen abgeben. 1980 starb der Tüftler. Und auch sein Kaspisches Seemonster versank in diesem Jahr für immer in den Fluten. Ein Pilot verursachte den Untergang des "KM". An der Staatlichen Technischen Universität Nischni Nowgorod erinnert eine Büste an Alexejew.

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Deutscher Vorläufer: Eigentlich hätten die USA den Sowjets in der Entwicklung von Bodeneffektfahrzeugen ebenbürtig sein können. Der Deutsche Alexander Lippisch hatte für die Collins Radio Company zu Beginn der Sechzigerjahre derartige Modelle erprobt. Aufgrund mangelnden Interesses der US-Regierung stellte Lippisch seine Versuche ein.

Foto: AP
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Fliegende Flunder: Mittlerweile ist die treibstoffsparende Technologie wieder in der Erprobung. Dieses deutsche Modell jagte um die Jahrtausendwende über die Wellen.

Foto: DPA
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Russisches Modell: Auch in Russland wird weiter an den hier Ekranoplan genannten Bodeneffektfahrzeugen gearbeitet. Auf diesem Bild rast 2013 eine Maschine in der Nähe von Moskau über das Eis.

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Ausgestellt: Ein Exemplar von Alexejevs "Orljonok" ist dagegen 2007 als Exponat in das Marine-Museum in Moskau überführt worden.

Foto: imago/ United Archives
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