Flugpionier Jorge Chávez - DER SPIEGEL
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Flugpionier Jorge Chávez Alptraum überm Alpenkamm

Der Wind schaukelte seinen Flieger durch, die Felswände kamen gefährlich nahe: Der Peruaner Jorge Chávez überquerte 1910 als Erster mit einem Fluggerät die Alpen - doch kurz vor der Landung lösten sich die Flügel der Maschine.
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Alpenflug: Zahlreiche Schaulustige beobachteten 1910 den Pionierflug von Jorge Chávez in seinem Eindecker Bleriot XI über die Alpen.

Bildmontage von Oscar Gagliardi Corpancho

Foto: www.jorgechavezdartnell.com
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Startklar: Am 23. September 1910 startete Jorge Chávez mit der Bleriot XI im schweizerischen Ried-Brig zu seinem Alpenflug nach Domodossola, Italien. Kurz vor dem Start gibt ihm sein Mechaniker die letzten Anweisungen.

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Fangrüße: Ein Mann winkt von einem Bergvorsprung in den Alpen dem vorbeifliegenden Jorge Chávez zu

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Der große Tag: Auf dem Flugplatz in Ried-Brig am 23. September 1910. Jorge Chávez, hier bereits im Cockpit, ging mit seinem gemeisterten Alpenflug in die Luftfahrtgeschichte ein - genießen konnte er seinen Triumph allerdings nicht.

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Brutale Landung: Rettungskräfte helfen dem schwerverletzten Chávez aus dem Wrack. Bei der Landung in Domodossola war das Flugzeug auseinandergebrochen. Pilot Chávez erlag am 27. September seinen Verletzungen. Er wurde nur 23 Jahre alt.

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Erste Hilfe: Chávez' Manager Arthur Duray hält den Helm des Piloten, während ein Arzt die Wunden des Verletzten versorgt

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Flugpionier: Jorge Chávez 1910 in einem Doppeldecker von Henri Farman. Im selben Jahr hatte Chávez, Sohn peruanischer Einwanderer, Farmans Flugschule in Buc bei Versailles absolviert und den französischen Pilotenschein Nr. 32 erworben.

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"Nice"-Plakat: Jorge Chávez nahm am 25. April 1910 am Flugwettbewerb in Nizza teil. Für seine fliegerischen Leistungen gewann er zahlreiche Preise.

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Athletischer Ingenieur: In Fliegermontur posiert Jorge Chávez für diese Aufnahme vor einem Farman-Doppeldecker.

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Rekordpilot: Jorge Chávez am 8. September 1910 beim Ausstieg aus seiner Bleriot XI. Gerade hat er in der Nähe von Paris einen Höhenrekord gebrochen: Der peruanische Pilot war fast 2652 Meter hoch geflogen, während Henri Farman ein Jahr zuvor nur eine Höhe von 155 Metern erzielte.

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Glückwünsche: Der Automobilrennfahrer Arthur Duray, links, gratuliert Jorge Chávez nach seinem Versuch am 19. September 1910, die Alpen zu überfliegen. Den Probeflug musste Chávez erfolglos abbrechen.

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Über dem Simplon: Jorge Chávez fliegt am 23. September 1910 über den Simplon-Pass in den Walliser Alpen

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Überreste der Blériot XI: Mit einem Pferdefuhrwerk werden die Wrackteile der Blériot XI von dem Unglücksort in Domodossola abtransportiert

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Trauer um Chávez: Zahlreiche Menschen erwiesen Jorge Chávez, der vier Tage nach dem verheerenden Absturz starb, beim Beerdigungszug durch Domodossola die letzte Ehre

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Chávez-Monument: Am 23. September 1937 wurde in Lima, Peru dieses Denkmal zu Ehren der Pilotenlegende Jorge Chávez an dessen 17. Todestag feierlich enthüllt. Flugzeuge der italienischen Luftwaffe fliegen im Rahmen der Zeremonie über das Bauwerk.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?