Flugzeugträger "Graf Zeppelin" - DER SPIEGEL
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Nazi-Flugzeugträger Nutzloser "Graf Zeppelin"

Dieser Riese sollte die Weltmeere beherrschen: 1938 lief mit der "Graf Zeppelin" der einzige deutsche Flugzeugträger vom Stapel. Hitler erhoffte von dem Stahlgiganten grandiose Siege, doch das Schiff erwies sich als nutzlos - und verschwand nach dem Krieg für Jahrzehnte spurlos.
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Schiffstaufe: Der erste und einzige deutsche Flugzeugträger wird am 8. Dezember 1938 in Kiel - festlich geschmückt und von zahlreichen Hakenkreuzfahnen gesäumt - auf den Namen "Graf Zeppelin" getauft - nach dem Luftschiffkonstrukteur Ferdinand Graf von Zeppelin.

Foto: AP
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Protz-Koloss: Das rund 263 Meter lange und 36 Meter breite Schiff war als Symbol der intensiven Aufrüstung eine protzige Inszenierung des NS-Regimes. An der Bugspitze ist das Familienwappen der Zeppelins zu sehen. Das Bild zeigt, wie das Schiff bei der Taufe zu Wasser gelassen wird.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 134-C0637

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Propaganda-Inszenierung: Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Erich Raeder, Adolf Hitler und Luftwaffenchef Hermann Göring, von links, beim Abschreiten einer Ehrenformation am Tag des Stapellaufs in Kiel.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-2006-0810-500

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Großereignis: Während die "Graf Zeppelin" auf dem Werftgelände in Kiel ins Wasser gleitet, zeigen Tausende Zuschauer auf den voll besetzten Tribünen den Hitlergruß.

Signatur des Bundesarchivs: Bild 183-H16131

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Stapellauf: Allein der fertiggestellte Rumpf des gigantischen Flugzeugträgers überragt die umstehenden Gebäude weit.

Signatur im Bundesarchiv: RM 25 Bild-27

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Flieger für das Superschiff: Auf der "Graf Zeppelin" war Platz für 43 Flugzeuge unterschiedlicher Typen - im Vergleich zu alliierten oder japanischen Flugzeugträgern ähnlicher Größe eher wenig. Unter anderem waren hierfür 13 Sturzkampfbomber Junkers Ju-87C, rechts, und zehn Jagdflugzeuge Messerschmitt Me-109T, links, vorgesehen. Die Maschinen wurden für ihren neuen Einsatz entsprechend umgerüstet, beispielsweise mit Fanghaken, und die Piloten an Land für die neuartigen Landemanöver geschult.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 101I-429-0646-31

Foto: Das Bundesarchiv/Billhardt
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Mächtiger Schiffsrumpf: Der stählerne Koloss wird am 9. Dezember 1938, einen Tag nach seinem Stapellauf, von Schleppern zum Ausrüstungskai der Deutschen Werke in Kiel gebracht und dort zum weiteren Ausbau verankert. Die Ausrüstung sollte neben den 43 Kampfflugzeugen aus 16 schweren Bordgeschützen sowie vier Satz Getriebeturbinen für eine Spitzengeschwindigkeit von 33 Knoten bestehen.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-H16145

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Schiff im Bau: Der Flugzeugträger "A" - wie das Trägerschiff der "Graf Zeppelin" zunächst hieß - während der frühen Bauphase, aufgenommen am 28. Dezember 1936 in den Deutschen Werken in Kiel. Die Planungen für das Großprojekt entstanden bereits kurz nach Hitlers Machtübernahme, der Auftrag an die Werft wurde im November 1935 vergeben.

Signatur im Bundesarchiv: RM 25 Bild-01

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Kielkonstruktion: Hier ist der entstehende Flugzeugträger am 22. März 1937 in Heckansicht zu sehen. Der Kiel wird konstruiert, und die Spanten werden errichtet.

Signatur im Bundesarchiv: RM 25 Bild-05

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Schiffswand: Die Backbordseite mit Gerüsten zeigt Mittelteil und Heck, aufgenommen am 21. September 1938. Das entstehende Riesenschiff lässt sich zumindest aus dieser Perspektive vorerst nur schwer erahnen.

Signatur im Bundesarchiv: RM 25 Bild-17

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Rohbau: Der Flugzeugträger, hier von der Backbordseite im Herbst 1938, war zunächst ein ehrgeiziges Prestigeprojekt der Nazis, mutierte aber bald zum nutzlosen Millionengrab, das nie zum Einsatz kam.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 146-1982-145-29A

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Nutzloser Riese: Das Bild vom 28. November 1938 zeigt den Bug des schwimmenden Giganten und das darüber gelegene Flugdeck. Das riesige Schiff war zwar schwer bewaffnet, wäre aber nach seiner Fertigstellung sicher zu einem Prestigeziel der englischen Flotte geworden.

Signatur im Bundesarchiv: RM 25 Bild-26

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Flugdeck: Links und rechts oberhalb der Bugspitze sind die Führungsrinnen der beiden 21 Meter langen Pressluftkatapulte zu sehen, mit denen die Flugzeuge gestartet werden sollten. Der Plan war, sie dabei in 1,2 Sekunden auf eine Endgeschwindigkeit von 142 km/h zu beschleunigen. Zwei Hallendecks standen für die Unterbringung der Flieger zu Verfügung. Drei Aufzüge sollten sie an Deck bringen.

Signatur im Bundesarchiv: RM 25 Bild-29

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Im Ausbau: Ein halbes Jahr nach dem Stapellauf war der weitere Ausbau des Schiffes, hier am 20. Juni 1939, in vollem Gang. Die "Insel" für die Schiffsführung sowie die Flugzeug- und Flakleitzentralen nahmen Konturen an. Etwa 1700 Mann Besatzung, darunter 155 Flieger, zwei Friseure, vier Schuhmacher, fünf Schneider sowie 18 Köche und Kellner, sollten das Schiff bemannen. Dieses Foto wurde vom Schiffbauressort der Kriegsmarine mit dem Stempel "Nur für den Dienstgebrauch" klassifiziert.

Signatur im Bundesarchiv: RM 25 Bild-31

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Halb fertig: Der Flugzeugträger "A" im Bau am Ausrüstungskai, aufgenommen am 4. Dezember 1939. Im Vorjahr hatte der Bau an einem Schwesterschiff, dem Flugzeugträger "B", begonnen. Doch dessen Bau wurde bereits im September 1939 wieder abgebrochen - Hitler ahnte wohl die Sinnlosigkeit seines Projekts.

Signatur im Bundesarchiv: RM 25 Bild-57

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Schwimmende Baustelle: Die Arbeiten an Hitlers Superschiff hatten 1936 begonnen, zwei Jahre später fand der Stapellauf statt. Hier ist die "Graf Zeppelin" am 26. März 1940 zu sehen - kurz vor dem Baustopp, den Hitler verhängte.

Signatur im Bundesarchiv: RM 25 Bild-60

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Stahl von gestern: Hitler ließ am 29. April 1940 den Bau an dem fast fertiggestellten Schiff stoppen - nach Kriegsausbruch wollte er lieber auf die "Wunderwaffe" U-Boot setzen. Für das Schiff begann eine Odyssee durch Häfen Osteuropas. Hier liegt es Mitte 1941 an der Hakenterrasse in Stettin.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 134-B0676

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Ausgedienter Großmachttraum: Im Dezember 1942 wurde das Schiff wieder zurück nach Kiel gebracht, um nach den Erfolgen der britischen Flugzeugträger doch noch fertiggestellt zu werden. Am 2. Februar 1943 aber verfügte Hitler den endgültigen Baustopp. Das Bild entstand am 24. März 1943. Kurz darauf wurde der halbfertige Stahlgigant wieder von Kiel zurück nach Stettin geschleppt und rostete dort schließlich als Ersatzteillager vor sich hin.

Signatur im Bundesarchiv: RM 25 Bild-64

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Wrackfund: Arbeiter der polnischen Ölgesellschaft Petrobaltic stießen am 12. Juli 2006 bei Bohrungen in der Ostsee auf das Wrack des 1947 von der sowjetischen Armee versenkten deutschen Flugzeugträgers. Diese Aufnahme, veröffentlicht von der polnischen Marine, zeigt oben ein Sonarbild des Wracks und darunter das Foto eines Modells der "Graf Zeppelin". Übereinstimmende markante Stellen des Schiffes sind auf beiden Bildern gekennzeichnet.

Foto: REUTERS
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Auf dem Grund der Ostsee: Die Arbeiter entdeckten das Schiff 55 Kilometer nördlich der polnischen Hafenstadt Wladyslawowo. Dieses Sonarbild vom Juli 2006 zeigt die Lage des Wracks in 86 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund.

Foto: REUTERS
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