Fluoreszenz Glückliche Pflanzen leuchten anders
Inneres Leuchten: Pflanzen strahlen Licht im Infrarotbereich ab, das menschliche Auge kann das nicht sehen. Erst wenn das Sonnenlicht herausgefiltert wird, können spezielle Kameras das rote Leuchten sichtbar machen. Weil sie das in verschiedenen Abstufungen tun, zeigen die Fotos der Jülicher Wissenschaftler ein breiteres Farbspektrum.
Nebeneffekt der Photosynthese: Weil Pflanzen nicht komplett effizient arbeiten, geben sie ein wenig Licht wieder an ihre Umwelt ab. Und dieses Licht kann man beobachten. Wo das Luftbild rot gefärbt ist, ist die Photosynthese am stärksten. Die Wissenschaftler des Forschungszentrum Jülich haben nachgeschaut - hier wachsen Zuckerrüben.
Rot ist nicht gleich rot: Ändert sich das Verhältnis der beiden Farbtöne zueinander, wissen die Forscher: Hier stimmt etwas nicht. Vielleicht wächst die Pflanze am falschen Ort, oder das Klima hat sich verändert.
Lernen fürs Feld: Mit ihren Aufnahmen wollen die Wissenschaftler auch herausfinden, ob die richtigen Pflanzen am richtigen Ort angebaut werden. Stimmen die Umweltbedigungen nicht, geraten die Pflanzen in Stress. Dann ändert sich der Farbton - von rot zu rot, und nur minimal. Aber messbar. Bei Wäldern wiederum zeigt sich der Einfluss von Klimaveränderungen. Diese Aufnahmen entstanden in der Nähe von Rheinbach bei Bonn.
Luftversuche: Von einem Flugzeug aus haben die Wissenschaftler ihr Messgerät getestet. Um die Erde im großen Stil zu beobachten, würden sie aber viel lieber von einem Satelliten aus arbeiten. Hier kommt die Esa ins Spiel: In einigen Jahren soll - vielleicht - ein Satellit starten, der die neue Technik an Bord hat. Bis dahin arbeiten die Jülicher vom Flugzeug aus.
So haben die Photosynthese-Fotos wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Relevanz. Dieses Bild zeigt Luftaufnahmen aus Jülich.