Formel-1-Legende Jochen Rindt - DER SPIEGEL
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Formel-1-Legende Jochen Rindt Todesfahrt zum Weltmeistertitel

Er fuhr wie ein Gott und liebte das Risiko, am Ende zu sehr: Am 5. September 1970 endete in den Leitplanken von Monza das Leben und die kometenhafte Karriere von Jochen Rindt. einestages erinnert an den Ausnahmefahrer einer Zeit, als die Formel 1 noch Abenteuer war.
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Die Anfangsjahre: Jochen Rindt im Mai 1966 in einem Cooper Maserati auf der Rennstrecke in Silverstone.

Foto: Ted West/ Getty Images
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Nürburgring im Regen: Am 4. August 1968 nehmen die Fahrer kurz vor dem Start zum Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring ihre Startpositionen ein. Jacky Ickx mit seinem Ferrari und der Nummer neun auf der Pole Position, gefolgt von Chris Amon im Ferrari mit der Nummer acht und Jochen Rindt an dritter Stelle in seinem Brabham-Repco mit der Nummer fünf.

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Großer Preis der Niederlande: Rindt am 21. Juni 1969 im Cockpit seines Lotus-Ford auf der Rennstrecke im niederländischen Zandvoort. In der Saison '69 war der Österreicher vor allem vom Pech verfolgt - meist schied er wegen technischer Probleme aus.

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Im Lotus-Ford: Jochen Rindt während des Großen Preises von England am 19. Juli 1969 in Silverstone in seinem Lotus-Ford. Jochen Rindt unterscheidet sich in fast jeder Hinsicht von den Fahrerkollegen seiner Zeit. Die kommen entweder aus reichem Hause und setzen sich mehr aus Langeweile denn aus Siegeswille in die damals höllisch gefährlichen, weil ohne Sicherheitsbewußtsein konstruierten Autos. Oder es sind junge Waghalsige, ja Todessüchtige, die auf der Kante des Lebens reiten, um sich gesellschaftlich emporzuarbeiten.

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Immer dabei: Nina Rindt bei der Zeitnahme beim Großen Preis von England an der Rennstrecke in Silverstone. Der Rennfahrer hatte das finnische Modell im März 1967 geheiratet. Tochter Natascha wurde am 7. August 1968 geboren.

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Lotus-Ford-Team: Das Fahrer-Team von Lotus-Ford am 7. September 1969 an der Rennstrecke in Monza. Von links Jochen Rindt, Jo Siffert und Graham Hill.

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Grand Prix von Monaco: Jochen Rindt in seinem Lotus-Cosworth 49C am 10. Mai 1970 beim Großen Preis von Monaco, gefolgt von Piers Courage, Jo Siffert und Bruce McLaren. Rindt war von Platz acht gestartet und konnte sich durch riskante Überholmanöver in den engen Straßen von Monte Carlo den Sieg sichern. Es ist das Rennen seines Lebens – und der Wendepunkt der Formel-1-Saison 1970.

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Rindt gewinnt: Rennfahrer Jochen Rindt von Lotus-Ford gewinnt am 2. August 1970 in Hockenheim den Großen Preis von Deutschland. Zweiter wurde Jacky Ickx von Ferrari. Das Duell der Beiden beherrschte die Formel-1-Saison 1970.

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Jochen Rindt: Der in Österreich lebende Formel-1-Fahrer Jochen Rindt 1970 in einem Lotus 72. Die Schöpfung des genialen, aber auch risikofreudigen Ingenieurs Colin Chapman galt damals als das schnellste und zugleich gefährlichste Rennauto in der Formel 1.

Foto: AP
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Im Cockpit: Rennfahrer Jochen Rindt am 18. Juli 1970 in seinem Lotus-Cosworth 72C beim Grand Prix von Großbritannien in Brands Hatch.

Foto: Getty Images
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Colin Chapman und Jochen Rindt: Ingenieur und Teammanager von Lotus-Ford, Colin Chapman, links, spricht am 2. August 1970 auf dem Hockenheim-Ring kurz vor dem Start des Grand Prix von Deutschland mit seinem Fahrer, Jochen Rindt. Hinter ihnen warten Fans und Fotografen an der Leitplanke auf den Beginn des Rennens.

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Boxenstopp: Lotus-Ford-Fahrer Jochen Rindt lässt am 2. August 1970 während eines Boxenstopps im Qualifying für den Grand Prix von Deutschland in Hockenheim von seinem Team die Reifen wechseln. Rindts packendes Duell mit dem Ferrari-Piloten Jacky Ickx im Motodrom von Hockenheim gilt als eines der spannendsten Rennen dieses Jahrzehnts.

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Fahrerfrau: Nina Rindt stoppt an der Rennstrecke in Monza die Zeiten. Es wird das letzte Rennen ihres Mannes sein.

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Unfallwagen: Helfer entfernen am 5. September 1970 die Überreste des Lotus 72 von Jochen Rindt von der Rennstrecke in Monza. Der Österreicher war zuvor bei einem Trainingslauf mit dem Wagen tödlich verunglückt.

Foto: AP
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Abtransport: Der am 5. September 1970 in Monza verunglückte Rennfahrer Jochen Rindt wird auf einer Bahre abtransportiert. Er erlag noch auf dem Weg ins Krankenhaus seinen Verletzungen.

Foto: AP
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Jackie Stewart und Nina Rindt: Rennfahrer-Witwe Nina Rindt nimmt am 17. November 1970 von Jackie Stewart den Weltmeisterpokal ihres verstorbenen Mannes Jochen entgegen. Rindt ist der einzige Formel-1-Fahrer, der posthum zum Weltmeister wurde.

Foto: Getty Images
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Ein echter "Typ": Der Rennfahrer Jochen Rindt war bekannt für seine Eigenwilligkeit und Lässigkeit. Er "war ein absoluter Typ", erinnert sich Niki Lauda. Am 5. September 1970 stirbt er an den Folgen eines schweren Unfalls auf der Rennstrecke in Monza. Das Foto zeigt ihn vier Jahre zuvor in Monza als Fahrer des Teams Cooper-Maserati.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?