Webber-Sieg in Silverstone Triumph im Herzschlagfinale
Der alte Flughafen auf der Strecke von Silverstone war beim neunten Rennen der Saison die Heimat des Formel-1-Zirkus.
Noch im Qualifying am Samstag hatten starke Regenfälle für chaotische Bedingungen gesorgt. Für das Rennen waren dann trockenes Wetter vorhergesagt.
Die Pole-Position sicherte sich der WM-Führende Fernando Alonso. Selbst wenn der Spanier in Silverstone keine Punkte geholt hätte, wäre ihm der erste Platz in der Gesamtwertung nicht zu nehmen.
Sebastian Vettel startete vom vierten Platz. In Valencia hatte der Weltmeister mit einem Ausfall zu kämpfen, in Silverstone kam er auf den dritten Platz.
Alonso (l.) kam optimal ins Rennen und kontrollierte das Feld von der Spitze. Der Ferrari-Pilot konnte schnell einen Vorsprung von einigen Sekunden herausfahren.
48 Runden lang lag Alonso in Führung. Dann wurde er doch noch von Mark Webber im Red Bull abgefangen.
Webber hatte Ferrari-Pilot Alonso zusammen mit Sebastian Vettel lange im Nacken gesessen. Erst in der viertletzten Runde gelang Webber das entscheidende Überholmanöver.
Mit dem Sieg in Silverstone gewinnt der Australier nach dem Erfolg in Monaco sein zweites Saisonrennen.
Damit hat Webber auch in der Gesamtwertung den Abstand auf Alonso verkürzt.
Entsprechend groß war der Jubel nach dem Rennen.
Webber scheint zu alter Stärke zurückgefunden zu haben - und auch teamintern schein es bei Red Bull wieder besser zu laufen. Sebastian Vettel und Webber sind von erbitterten Konkurrenten zu Kollegen geworen.