Fortune-Liste Die größten US-Konzerne
Exxon Mobil: Der Energiekonzern profitierte wie kein anderer von den exorbitanten Preissteigerungen auf dem Energiemarkt. Die Bilanz wird durch den Preisrückgang in der zweiten Jahreshälte nur unwesentlich getrübt. Unter dem Strich steht ein satter Gewinn von mehr als 45 Milliarden Dollar. Platz 1.
Wal-Mart: Die Finanzkrise hat den Verbrauchern die Kauflaune verdorben. Anders als die Konkurrenten blieb Wal-Mart davon jedoch unberührt. Der Einzelhandelsriese verzeichnete 2008 sogar ein stetiges Wachstum. Für Platz eins reichte es dennoch nicht mehr, weil die Energiepreise im vergangenen Jahr verückt spielten. Platz 2.
Chevron: Den Gewinn von 23 Milliarden Dollar will der Energiekonzern nutzen, um neue Gas- und Ölfelder zu erschließen. Auf diese Weise hofft Vorstandschef David O'Reilly, den Rückgang der Produktion zu stoppen. 2008 kann Chevron dennoch Bronze halten: Platz 3.
ConocoPhillips: Eine teure Akquisition zur Unzeit kostete den Energieriesen im vergangenen Jahr viel Geld. Knapp 17 Milliarden Dollar Verlust meldete ConocoPhillips für 2008. In der "Fortune"-Rangliste verbesserte sich der Konzern trotzdem von Platz 5 auf Platz 4.
General Electric: Lästerer bezeichnen den Traditionskonzern als Bank mit angeschlossener Werkstatt. GE-Chef Jeff Immelt hat solche Kritik nie angefochten - bis sein Konzern von den Ratingagenturen in der Folge der Finanzkrise zurückgestuft wurde. Und fragt sich warum, angesichts eines Profits von mehr als 17 Milliarden Dollar und Platz 5 in der "Fortune"-Rangliste.
General Motors: Der einst größte Autokonzern der Welt steht in der ernsten Gefahr, in Zukunft auf keiner der "Fortune"-Ranglisten mehr aufzutauchen. Denn GM steht kurz vor der Insolvenz. Für das Jahr 2008 reicht es immerhin noch für Rang 6 von zuvor Platz 4.
Ford: mit Stolz verweist man bei dem US-Autohersteller auf die Tatsache, dass man das staatliche Rettungspaket bislang nicht in Anspruch nehmen musste. Gleichwohl steckt der Konzern tief in der Krise und ist inzwischen nur noch ein Schatten seiner selbst. Platz 7 in der "Fortune"-Rangliste konnte Ford dennoch halten.
AT&T: Die US-Telefongesellschaft verdiente 2008 eine Menge Geld. Allein der Kassenschlager iPhone trug weniger dazu bei als man vielleicht vermuten würde. Dessen Gewinn reichte AT&T zum größten Teil an Apple weiter. Der Telefongigant machte trotzdem zwei Plätze in der Rangliste gut - von Platz 10 auf Platz 8.
Hewlett Packard: Der Computerriese erstellt seine Jahresbilanzen regelmäßig im Oktober. Das Geschäftjahr 2008 fiel deshalb sehr günstig aus. Denn der rapide Einbruch bei den Auftragszahlen setzte erst danach ein. So schaffte es Hewlett Packard von Platz 14 auf Platz 9.
Valero Energy: Raffinerien, sollte man meinen, sind in Zeiten hoher Energiepreise ein sicheres Geschäft. Nicht so bei Valero Energy: Der Reffineriebetreiber musste im vergangenen Jahr einen Verlust von mehr als einer Milliarde Dollar hinnehmen. Trotzdem schaffte der Konzern den Sprung von Platz 16 auf Platz 10.
Bank of America: Die Übernahme von Merrill Lynch wurde im vergangenen September noch als Geniestreich gefeiert. Doch dann stellte sich heraus, dass die Verluste der strauchelnden Investmentbank deutlich höher ausfielen, als zunächst geschätzt. Die Bank of America fiel von Platz 9 auf Platz 11.
Citigroup: Durch Fehlspekulation und Abschreibungen in Milliardenhöhe geriet der einst weltgrößte Bankenkonzern in die Krise. In den USA rutschte die Citigroup von Platz 8 auf Platz 12.