Fotoausstellung: Auf der Autobahn in die moderne Welt - DER SPIEGEL
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Autos in der Fotografie Gefrorene Geschwindigkeit

Fotografie ist die Kunst des Augenblicks. Wie Fotografen versuchten, diesen Moment zu dehnen, um Mobilität und Geschwindigkeit im Bild festzuhalten, zeigt jetzt eine kleine, feine Ausstellung in Hamburg.
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Dieses Foto von Peter Keetman aus dem Jahr 1967 zeigt die Autobahn A8 in der Nähe von Bergen in Oberbayern als helles, durchs Voralpenland mäanderndes Band. Die Fotografie wird derzeit in der Ausstellung "Auf der Autobahn in die moderne Welt" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg gezeigt.

Foto: Estate Peter Keetman / Stiftung | Foundation F. C. Gundlach
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Insgesamt sind rund 30 Fotografien aus der Sammlung des Museums für Kunst und Gewerbe in der Ausstellung zu sehen. Links im Bild beispielsweise zwei abstrakte Fotos von Landstraßen von Robert Häusser.

Foto: Michaela Hille
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Der Fotograf Otto Steinert entwickelte 1952 dieses Foto in der Dunkelkammer. Die Lichtspuren stammen von der Straßenbeleuchtung an der Place de la Concorde in Paris. Das Foto zeigt, wie experimentell und kreativ die Fotografen damals versuchten, die Bewegung und Komplexität einer Großstadt darzustellen.

Foto: Estate Otto Steinert, Museum Folkwang, Essen
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Nicht nur der Straßenverkehr war ein beliebtes Sujet der "subjektiven Fotografie" der Fünfziger- und Sechzigerjahre, sondern auch verfremdete Architekturaufnahmen, wie auf diesem Blick in die Ausstellung deutlich wird.

Foto: Michaela Hille
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"Das Auto" heißt diese Fotografie von Peter Keetman aus dem Jahr 1956. Ein Auto ist allerdings nicht zu sehen - aber natürlich weiß der Betrachter sofort, dass hier ein Auto entlang gefahren sein muss.

Foto: Estate Peter Keetman / Stiftung | Foundation F. C. Gundlach
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Wie lässt sich Geschwindigkeit in einem einzigen Bild festhalten und schaubar machen? Mit dieser Frage beschäftigten sich viele Fotografen der Nachkriegszeit.

Foto: Michaela Hille
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Dieses Bild zeigt einen gewältigen Highway in den USA. Es stammt aus der Serie "Amerikaner" des Fotografen Max Scheler, die zwischen 1956 und 1964 entstand.

Foto: Max Scheler Estate, Hamburg Germany
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Die Fotografie links im Bild ist eines der seltenen Beispiele für ein farbiges Foto aus dieser Zeit. Es handelt sich um eine Aufnahme von Otto steinert, die ein Fahrszene aus Sicht des Autofahrers zeigt und mit kunstvollen Mehrfachbelichtungen arbeitet.

Foto: Michaela Hille
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Dieses Foto von Toni Schneider zeigt eine Landstraße in Österreich im Jahr 1957. Autos sieht man keine, stattdessen nutzen Fahrradfahrer und ein Fußgänger den Schotterweg. Auf dem Foto ist keine Horizontlinie zu sehen. Dadurch verschmelzen Landschaft und Straße zu einem fast schon abstrakten Muster.

Foto: Ulrike Schneiders
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Ein Haus an einer Kreuzung im Jahr 1957, ebenfalls von Toni Schneider. Rund fünfzig Jahre später wirkt dieses Foto in Zeiten der Dronenfotografie selbstverständlich. Damals war diese Perspektive etwas völlig neues. Auch hier ist die Straße mehr Gestaltungselement als Transportweg.

Foto: Ulrike Schneiders
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Das Foto von Peter Keetman zeigt das Siegestor in München 1955. Durch die Langzeitbelichtung versuchten die Fotografen in den Fünfzigerjahren einen Zeitverlauf festzuhalten. Durch diese neue Ausdrucksform scheint es, als führe die Straßenbahn am Betrachter vorbei.

Foto: Estate Peter Keetman / Stiftung | Foundation F. C. Gundlach
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?