Fotograf auf der Reeperbahn - DER SPIEGEL
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Fotograf auf der Reeperbahn Huren, Krüppel, Nachtgestalten

Helden und Liebesdamen, Rockstars und Alkoholwracks, Schaumschläger und Szenegänger: Günter Zint hat sie alle fotografiert. Seine Bilder zeigen die Abgründe und Absurditäten der Hamburger Reeperbahn. Ein intimes Meisterwerk.
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Oben ohne: "Ein Autohändler aus Bielefeld lässt auf dem Kiez die Puppen tanzen", notiert Günter Zint zu diesem Bild.

Foto: Günter Zint/ Panfoto
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Feiernder Hausmeister: "Fuzzy war das Faktotum der 'Oben-Ohne-Bar' in der Talstraße", schreibt Günter Zint zu diesem Bild. "Seine Hausmeistertätigkeiten wurden dadurch entlohnt, dass er nach Dienstschluss in einem der Separees schlafen durfte.

Foto: Günter Zint/Panfoto
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Die Domina: Die Hure mit dem "goldenen Herzen", später Streetworkerin für drogenabhängige Prostituierte, zeigt das Equipment in ihrem S/M-Studio in der Herbertstraße.

Foto: Günter Zint/Panfoto
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Fotosession im Puff: Eric Burdon wollte für die Neuaufnahme seines Hits "House of the Rising Sun" Fotos in einem echten Bordell machen. Gefunden wurde ein Zimmer in der Bahnhofsgegend von Hamburg. Unter die Frauen mischte sich auch Burdons damalige Freundin Yvonne (im Hintergrund).

Foto: Günter Zint/Panfoto
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"Skandal-Lokal": Ein Separee im Hamburger Nachtclub "Salambo" in den siebziger Jahren.

Foto: Günter Zint/Panfoto
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Lokalverbot für Mörder: Im Fenster eines Kiez-Lokals hängt ein Schild mit der Aufschrift "Die Mörder meines Bruders bitte ich, dieses Lokal nicht mehr zu betreten!" Auf St. Pauli ist Mord kein Grund, auf Höflichkeit zu verzichten. Laut Günter Zint wurde dieses Foto oft von Rechtsanwälten gekauft. Ob sie es in ihre Kanzleien hängten, um zu zeigen dass es bei ihnen für Mord nur Lokalverbot gebe, sei nicht bekannt, schreibt der Fotograf.

Foto: Günter Zint/Panfoto
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Prost: Pete Townshend von The Who bei einem Besuch in Hamburg. "Die Bandmitglieder naschten damals an mancher Droge", berichtet Günter Zint. Kurz bevor dieses Foto entstand, kreiste noch ein Joint, der schnell gegen ein Bier getauscht wurde, damit es keine Probleme gab.

Foto: Günter Zint/Panfoto
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Prösterchen unter Rockern: Jimi Hendrix war in den Sechzigern für zwei Auftritte und zur Vorstellung seiner Single "Hey Joe" zu Besuch in Hamburg. Er wohnte im Autohotel in der Lincolnstraße auf St. Pauli, wurde aber von der Hotelleitung rausgeschmissen, da er zu laut Musik hörte. Das Foto entstand bei der Pressekonferenz zu "Hey Joe" im Lokal "Danny's Pan".

Foto: Günter Zint/Panfoto
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Mütter mit Bärten: Nicht nur in Hamburg waren Rocker zu Gast - Frank Zappa mit seiner Begleitband "The Mothers of Invention" und dem Konzertveranstalter Fritz Rau bei den Essener Songtagen 1968.

Foto: Günter Zint/Panfoto
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Bäh! Ein Obdachloser auf St. Pauli.

Foto: Günter Zint/Panfoto
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Chronist auf St. Pauli: Kiez-Original "Turbo-Rudi" mit seiner Schreibmaschine.

Foto: Günter Zint/Panfoto
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Vatertag: Ein Betrunkener trifft sich mit einem Laternmast in der Davidstraße. Foto von 1964.

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Straßenkunst: Eine akrobatische Einlage in der Großen Freiheit verkürzt das Warten auf den Abend.

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Auf Rollen in den Club: "In vielen Lokalen auf dem Kiez sind auch Rollstuhlfahrer gern gesehene Gäste", berichtet Günter Zint. "Das Eros-Center hatte sogar in der Tiefgarage einen extra Service für Rollifahrer eingerichtet."

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Morgengruß: Die St.-Pauli-Anwohner "Zwerg" und "Bayer" in der Großen Freiheit.

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Rausch-Schlaf: Momentaufnahme auf dem Hamburger Kiez.

Foto: Günter Zint/Panfoto
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Mann mit Hut: Udo Lindenberg bei einem Auftritt in der "Fabrik" in Hamburg-Altona in den siebziger Jahren.

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Günter Zint: Günter Zint ist Fotograf mit Leib und Seele.

Foto: Günter Zint/Panfoto
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?