Atomsicherheit Belgische Problemzonen
Belgisches AKW Doel (im Mai 2012): Bei einer Routine-Inspektion im belgischen Atomkraftwerk Doel 3 fanden Fachleute im Sommer 2012 verdächtige Bereiche im Stahl der Reaktordruckbehälter. Tausende Stellen schienen betroffen; zum Teil waren sie nur rund zwei Zentimeter von der stark beanspruchten Innenwand des Behälters entfernt.
Belgischer Ministerpräsident Elio Di Rupo (rechts): Die Behörden nahmen Doel 3 vom Netz. Bis heute ist das Kraftwerk nicht zurück. Gleiches gilt...
... für den Meiler Tihange (hier im August 2012), wo ähnliche Probleme am Reaktordruckbehälter gefunden wurden.
Ungewisse Zukunft (AKW Doel, März 2011): Die belgische Atomaufsicht FANC arbeitet den Fall gerade auf. "Der Betreiber Electrabel hat einen Bericht für Ende November angekündigt", sagt Behördensprecherin Karina de Beule. Die Reaktordruckbehälter, so viel steht fest, lassen sich nicht wirtschaftlich austauschen.
AKW Brunsbüttel (im April 2011): Welche Konsequenzen haben die belgischen Befunde eigentlich für Deutschland? Die in Tihange und Doel aktive holländische Firma RDM baute auch hierzulande an Meilern mit, unter anderem in Brunsbüttel. Doch dabei kam Stahl anderer Hersteller zum Einsatz.
AKW-Gelände in Philippsburg (im Oktober 2010): Die Reaktor-Sicherheitskommission geht nach Informationen von SPIEGEL ONLINE davon aus, dass es für noch laufende Meiler in Deutschland in der Stahl-Frage keinen akuten Handlungsbedarf gibt.