Himmlisch Rätselhafte Regenbögen
Kalahari, Südafrika: Regentropfen brechen das Licht der Sonne - so entstehen die Farben. Doch jetzt ist Forschern aufgefallen, dass sie beim Erscheinen der himmlischen Farbreflexe einen entscheidenden Einfluss übersehen hatten: den Sonnenstand.
Roter Regenbogen: Sie erscheinen bei flach stehender Sonne, also bei ihrem Auf- oder Untergang. Zu diesen Tageszeiten muss das Sonnenlicht den weitesten Weg durch die Luft zurücklegen. Die schneller schwingenden kurzwelligen Strahlen verstreuen sich dabei. Nur die langwelligen roten Strahlen kommen beim Betrachter an.
Zweifarbiger Regenbogen: Exemplare, denen Farben fehlen, lassen sich den Forschern zufolge ebenfalls mit dem Sonnenstand erklären.
Wilster, Schleswig-Holstein: Höher als 42 Grad am Horizont aber darf die Sonne nicht stehen, das war bekannt: Im Sommer um die Mittagszeit gibt es keinen Regenbogen.
Puerto Natales, Chile: Der Betrachter hat die Sonne im Rücken, die eine Regenwand bescheint - die gebogenen Farbbänder erscheinen am Horizont.
Hefer Valley in Israel: Die Farben erscheinen, weil Sonnenstrahlen in Regentropfen dringen und an deren runder Rückwand reflektiert werden. Dabei spaltet sich das weiße Licht in viele Farben.
Abruzzen, Italien: Jeder Regenbogen ist anders.
Regenbogen ohne Regen: Auch Gischt bricht das Sonnenlicht.
Südlibanon: Französische Meteorologen haben für ihre neue Studie nach eigenen Angaben Hunderte Fotos von Regenbögen verglichen.
Doppelter Regenbogen über Clapham im Süden Londons: Der Sonnenstand sei auch verantwortlich, wenn oberhalb eines Regenbogens ein weiterer leuchte, mit umgekehrter Farbreihenfolge, meinen die Forscher.
Regenschauer über Neumexiko: Insgesamt zwölf Arten von Regenbögen ließen sich allein auf den Stand der Sonne zurückführen, schreiben die Forscher.
Straße in Nevada, USA: Schulbücher erklären die Varianten von Regenbögen im Wesentlichen mit der unterschiedlichen Größe der Regentropfen. Auch Schulbücher können irren.