Agrartechnik Robo an der Rebe
Rote Weintrauben in einem Weinberg bei Fahr in Bayern (September 2014): Weinbau braucht nicht nur viel Personal, er ist auch sehr witterungsabhängig. Läuft es schlecht, vertrocknen die Trauben - oder Pilz- und Schädlingsbefall verderben die Ernte. Um solche Gefahren abzuschätzen, machen die Winzer bislang Stichproben - sie schneiden Blätter ab oder begutachten einige Rebstöcke mit dem bloßen Auge.
Prototyp eines Steilhangvollernters in Randersacker in Bayern (Oktober 2014): Maschinen haben längst Einzug gehalten in der Welt des Weinbaus. Doch normalerweise arbeiten sie unterstützt von einem Menschen, autonome Roboter sind noch in der Entwicklungsphase. Auch Kameras an Minifliegern sind kaum präsent in deutschen Weingebieten.
Agrarforscher Hans-Peter Schwarz: Der Agrarwissenschaftler der Hochschule Geisenheim in Rheinland-Pfalz geht davon aus, dass der Robotik im Weinberg die Zukunft gehört. "Das Potenzial ist groß", sagte der Forscher bei einer Präsentation der Technik auf einem Weinberg in Stuttgart.
Forscher Schwarz mit Roboter "Phenobot": Das Gerät fährt auf einer programmierten Route an den Pflanzen vorbei und macht dabei Aufnahmen. Bisher wird das Gefährt nur zu Züchtungszwecken genutzt, möglich ist der Einsatz laut dem Forscher aber auch in normalen Betrieben.
Drohne für den Einsatz im Weinbau: Ähnliche Fluggeräte sind längst für jedermann in großen Technikmärkten zu haben, für Forscher geht es nun vor allem um die Aufrüstung solcher Flieger mit Sensoren und Software zur Auswertung von Fotos.
Teilautonomer Schlepper mit GPS-gesteuerter Saatgut-Automatikfunktion: Die Technik hat noch ihre Grenzen, wie bei der Vorführung bei Stuttgart deutlich wurde. Als es leicht nieselte, konnte der "Phenobot" nicht wie vorgesehen im Weinberg gezeigt werden - nur dieses Gerät konnte raus. Mit Mensch am Steuer.