Fotosensation Neuer Blick auf das "Große Beben"
Das Große Beben in Farbe: Im Smithsonian National Museum of American History in Washington D.C. wurden eine Reihe farbiger Stereoskopien entdeckt, die die Zerstörungen in San Francisco nach dem Erdbeben vom 18. April 1906 zeigen - hier die Sicht in Richtung Stadtzentrum. Das Beben war eine der schlimmsten Katastrophen in der Geschichte der USA.
Dokumente eines Fotopioniers: Die Reihe der Farbfotos, die die Schäden nach dem Beben zeigen, wurden von dem Fotografen und Erfinder Frederick Ives aufgenommen. Ives war Pionier auf dem Gebiet der Farbfotografie und Stereoskopie. Die Stereoskopien verstärkten mit ihrem 3D-Effekt den Schrecken der Zerstörung. Die Aufnahme zeigt die Sicht auf die Trümmer aus der Nähe des Rathauses.
Seltene Farbbilder: Die Stereoskopien von Frederick Ives sind vermutlich nicht nur die einzigen Farbfotos des zerstörten San Franciscos, sondern zudem die frühesten Farbbilder der kalifornischen Stadt überhaupt. Ives hat, so vermutet es das "Smithonian", die Bilder nicht lange nach dem Beben gemacht. Darauf lasse der Zustand einiger Ruinen schließen. Doch verbürgt ist nur ein Besuch im Oktober 1906 - Ives muss also bereits vorher in der Stadt gewesen sein.
Ein Stück Alltag: Das Erdbeben vom 18. April 1906 erschütterte die gesamte Küste Nordkaliforniens. San Francisco wurde durch das Beben und die sich anschließenden Brände fast vollständig zerstört. Die Aufnahme vom Oktober 1906 zeigt ein improvisiertes Friseurgeschäft - wiederkehrende Normalität inmitten der Trümmer.
Naturkatastrophe: Die Panorama-Aufnahme zeigt das wenige Monate zuvor durch ein Erdbeben zerstörte San Francisco. Bei der Katastrophe kamen nach offiziellen Schätzungen 3000 Menschen ums Leben.
Rathaus in Trümmern: Die Stereoskopie zeigt das durch das Erdbeben zerstörte Rathaus San Franciscos. Das Epizentrum lag nur etwa drei Kilometer vor der Stadt.
Sightseeing: Am Rande der Stadt treffen sich Schaulustige auf einem Hügel, um sich einen Überblick über die zerstörte und von den zahlreichen Bränden noch immer qualmende Stadt zu verschaffen.
Ruinen in Schieflage: Nach dem Erdbeben neigen sich die Häuser entlang der Howard Street in bizarren Winkeln. Die Gebäude wurden von den Erschütterungen aus ihren Fundamenten gerissen.
Inferno: Das Gebäude des "San Francisco Morning Call" in der Market Street steht in Flammen - es galt als feuersicher. Nach dem Erdbeben wurden zahlreiche Gebäude durch Feuer zerstört.
Schutt und Asche: Nach dem Erdbeben in San Francisco stürzen die Reste einer Gebäudefassade auf die Straße, die von Trümmern bedeckt ist.
Trümmerschau: Inmitten des zerstörten San Franciscos gehen Menschen spazieren. Die Straßen sind nur notdürftig freigeräumt. Das Beben hatte die Stadt um 5:12 Uhr morgens überrascht.
In den Straßen von San Francisco: Die Aufnahme entstand am 18. April 1906, nach dem Erdbeben, das sich am Morgen des Tages entlang der kalifornischen Küste ereignet hatte. Es zeigt die massiven Schäden entlang einer der Hauptverkehrsstraßen.
Buckelpiste: Im Norden der Howard Street sind die durch das Erdbeben verursachten Schäden an den Gleisen der Straßenbahn sichtbar. Die Schienen wurden von den starken Bewegungen des Bodens aus dem Kopfsteinpflaster herausgedrückt.
Schaulustige: Die Überreste des Valencia Street Hotels neigen sich zur Straßenmitte, beobachtet von der umstehenden Menschenmenge.
Alltag im Chaos: Schäden an einer Häuserreihe entlang der Howard Street in San Francisco sind deutlich erkennbar, während der Alltag langsam in die Straßen zurückkehrt.
Proklamation: Eine Bekanntmachung des Bürgermeisters der Stadt San Francisco, E.E. Schmitz, informiert die Bürger, wie sie sich während des Ausnahmezustands nach dem Erdbeben vom 18. April 1906 zu verhalten haben. Plünderern droht Schmitz mit Erschießung.
Feuersbrunst: Zahlreiche Brandherde geraten nach dem Erdbeben außer Kontrolle. Die Feuer entstanden unter anderem durch zerstörte Gasleitungen oder Kamine, waren aber auch Folge von Brandstiftungen. Mehrere Zehntausend Menschen wurden durch die Katastrophe obdachlos.
Zerstörung: Der Blick in Richtung Osten entlang der Grant Avenue in Richtung Yerba Buena Island zeigt einen Teil der verwüsteten Stadt.