Die Freiburger Selbstlerner - DER SPIEGEL
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Abi ohne Schule Die Freiburger Selbstlerner

Die deutsche Schule war ihnen zu starr: Zehn Freiburger Walldorf-Schüler haben sich aus ihren Klassen abgemeldet, sie bauen ihr Abi jetzt alleine. Nachmittags kommen befreundete Lehrer vorbei und testen, wie weit sie sind. In einem halben Jahr warten die Prüfungen.
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Foto: Frank van Bebber
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SPIEGEL ONLINE stellt die ganze Gruppe vor - nur die Schülerin Lilian Neu fehlte, als wir zu Besuch in Freiburg waren. Milena Minuth, 18 (dritte von rechts), wollte gar kein Abitur machen: "Am liebsten hätte ich meine Sachen gepackt und wäre durch die Welt gereist." Heute sagt sie: "Hier habe ich das Gefühl, dass ich wirklich was mitnehmen kann."

Foto: DPA
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Simeon Wittenberg, 19, fand, dass sich die Oberstufe in der Waldorfschule kaum von der Regelschule unterschied: "Die haben auch einen knallharten Lehrplan." Beim externen Abitur dagegen gehe es darum, die Verantwortung für den Stoff selbst zu übernehmen. In der kleinen Gruppe müsse zudem jeder auf jeden achten.

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Paolo Lau, 18, sah in seiner alten Schule die Schwierigkeiten der Lehrer, einer großen Klasse den Stoff zu vermitteln: "Schon da habe ich mir das Meiste eigentlich allein beigebracht."

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Lena Schindler, 19, hat keine Angst vor dem Abitur außerhalb der Schule: "Ich merke, dass ich hier effektiver lerne und intensiver bei der Sache bin."

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Alwin Franke, 18, sieht die Gruppe auf einem guten Weg: "Ich glaube, wir haben langsam eine feste Struktur gefunden und wissen, wie viel Zeit wir aufwenden müssen." Sicher ist er, dass dieses Abitur nicht nur mehr Arbeit, sondern auch mehr Spaß macht.

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Lenya Bock, 19, sagt: "Hier lernen wir, was es bedeutet, eine Idee Realität werden zu lassen." Sie ist sicher: "Wir schaffen das."

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Jon Hamre, 19, sieht die Chance, "mal etwas zu verwirklichen, was meinen eigenen Vorstellungen entspricht und ich niemand anders in die Schuhe schieben kann". Bislang sei er ein fauler Schüler gewesen, sagt er. In der kleinen Gruppe lerne er viel besser.

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Alexandra, 19, hatte in den vergangenen Jahren reichlich Probleme in der Schule. Den ungewöhnlichen Weg zum Abitur sieht sie als Chance, noch einmal ins Lernen zu kommen: "Eigenarbeit ist toll."

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?