Der teure Umweg zum Traumberuf Arzt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Salamitaktik Der teure Umweg zum Traumberuf Arzt

Von hinten durch die Brust ins Auge: Wem der Numerus clausus den Weg versperrt, der studiert Medizin im Ausland. Jetzt gibt es ein ungarisches Medizinstudium auch in Deutschland. Allerdings ist das richtig teuer.
1 / 8

Neues Logo an der Elbe: Die Semmelweis-Uni ist bekannt für ihr anspruchsvolles Medizinstudium. Weil Deutsche, die an der Abi-Noten-Hürde scheitern, dort eher eine Studienplatz bekommen, blechen sie 11.200 Euro im Jahr. An die Privatklinik, die in Hamburg ab sofort die klinische Ausbildung übernimmt, bezahlen die Nachwuchsmediziner sogar 14.400 Euro jährlich - an der ersten ungarischen Universität in Deutschland. mehr...

Foto: Erik Seemann
2 / 8

Die drei von der Außenstelle: Bernhard, 24, Melina, 22 und Astrid, 23, studieren Medizin nach ungarischem Lehrplan - mitten in Hamburg. Die Eröffnung einer Dependance der Semmelweis-Universität macht es möglich. Weil sie der erste Jahrgang in Hamburg sind, hat Bernhard "ein mulmiges Gefühl", doch alle drei glauben an die Qualität ihrer Ausbildung, die ihre Eltern jeweils 80.000 Euro kostet.

Foto: Erik Seemann
3 / 8

Flaggenmann, geh du voran: Student Steffen Oehler trägt die Fahne, hinter ihm der Rektor seiner ungarischen Uni, Tivadar Tulassay. Weil Oehler wegen seiner Abi-Note keinen Studienplatz in Deutschland bekam, wählte er ein teures Bezahlstudium an der Budapester Semmelweis-Universität. Nun kann er in in Hamburg weiterstudieren - für 14.400 Euro pro Jahr.

Foto: Erik Seemann
4 / 8

Armknoten mit Fahne: Tivadar Tulassay, Rektor der Semmelweis-Universität (links), drückt Jörg Weidenhammer, Geschäftsführer der Asklepios Medical School, die Standarte seiner Uni in die Hand.

Foto: Erik Seemann
5 / 8

Herumstehen in frisch gestrichenen Räumen: Studenten, Dozenten und Chefs der Asklepios Medical School starten ein bislang einmaliges Bildungsprojekt, ein ungarisches Studium in deutscher Sprache an einer Hamburger Privatklinik. "Das ist der Grundstein, mehr ist da noch nicht", sagt der Geschäftsführer Jörg Weidenhammer.

Foto: Erik Seemann
6 / 8

Ungarische Filiale in Hamburg: Im Haus P der privaten Asklepios-Klinik in St. Georg beginnt zu diesem Wintersemester die klinische Ausbildung. Deutsche Studenten, die nach ungarischem Lehrplan Medizin studieren, setzen ihre Ausbildung nach einem Studium in der Donau-Metropole an der Alster fort. Wenn das nicht europäische Integration ist.

Foto: Erik Seemann
7 / 8

Noch kommt die Semmelweis-Univeristät an ihrem neuen Hamburger Standort mit zwei Etagen aus. Zum Start ist erst gut ein Dutzend Studenten da, weil einige noch in den Nachprüfungen zum Physikum in Ungarn stecken. 42 Hochschüler kann die Budapester Uni in der Hansestadt für die klinische Ausbildung zum neuen Semester maximal aufnehmen.

Foto: Erik Seemann
8 / 8

Hamburger Klinikschlucker: Das Krankenhausunternehmen Asklepios hat in Hamburg ordentlich zugekauft und besitzt jetzt sieben Kliniken in der Hansestadt. In Deutschland betreibt das Unternehmen 53 Krankenhäuser. Jetzt gehört zum Portfolio auch noch die Dependance einer staatlichen Uni aus Ungarn.

Foto: Erik Seemann
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?