Spielberg findet keine <i> ligne claire </i> - DER SPIEGEL
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"Tim und Struppi" im Kino Spielberg findet keine <i> ligne claire </i>

Wenn sich der Oscar-Preisträger Steven Spielberg auf die zeitlose Comic-Vorlage "Tim und Struppi" einlässt, müsste großes Unterhaltungskino herauskommen. Aber leider versucht Spielberg, es allen recht zu machen, verstört dadurch Tintinologen und zeigt doch nur immens aufwendiges Daumenkino.
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Als persönliches Liebhaberprojekt haben Regisseur Steven Spielberg und Co-Produzent Peter Jackson die Verfilmung der "Tim und Struppi"-Comics annonciert. Hier Tim (Jamie Bell, rechts) mit den Detektiven Schulze und Schultze (Simon Pegg und Nick Frost)

Foto: Sony Pictures
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Der knabenhafte Reporter Tim (Jamie Bell) und sein kleiner Foxterrier Struppi sind längst popkulturelle Ikonen.

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Aus drei Bänden haben die Drehbuchautoren einen Plot kompiliert, der damit beginnt, dass Tim und Struppi in einem Schiffsmodell vom Flohmarkt eine Schatzkarte entdeckt.

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Doch nach der trachtet auch der zwielichtige Sakharin (Daniel Craig, rechts), der Tim entführen...

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...und an Bord des Frachters Karaboudjan bringen lässt. Dort begegnen Tim und Struppi dem chronisch betrunkenen Kapitän Haddock (Andy Serkis). Gemeinsam fliehen sie vom Schiff.

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Kapitän Haddock musste unbedingt in die Geschichte - einer der Gründe für das stark von der Vorlage abweichende Drehbuch, das Tintinologen irritieren wird. Obendrein ist der Kapitän (Andy Serkis) schlicht zu zahm.

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Professor Bienlein fehlt dagegen ganz im Film, doch wenigstens die glücklosen Polizeidetektive Schulze und Schultze sind dabei. Hier mit dem Kleptomanen Aristide Klemm-Halbseid (Toby Jones, Mitte).

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"Die Abenteuer von Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn" kann sich nicht so recht entscheiden zwischen charmanter Betulichkeit...

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...und neuen Sehgewohnheiten geschuldeter Hektik. Die Actionszenen (hier mit Andy Serkis und Jamie Bell) sind optisch beeindruckend, aber in ihrer raschen Abfolge ermüdend.

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Das Performance-Capture-Verfahren, in dem Schauspieler den Figuren Statur und Mimik verleihen, wirkt ebenfalls wie ein Kompromiss. Hätte ein Realfilm die Essenz der Comics womöglich eher eingefangen?

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