Fotostrecke: Der Hunderter - DER SPIEGEL
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Fotostrecke Der Hunderter

Joachim Löw macht gegen Italien die 100 voll. Dennoch ist seine Mission noch lange nicht erfüllt. Der Bundestrainer will in Brasilien den WM-Titel holen. Nur so kann er seine Kritiker letztlich überzeugen.
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Da wollen wir hin: Bundestrainer Joachim Löw hat den WM-Titel in Brasilien fest im Visier. Aber erst mal gibt es ein rundes Jubiläum zu begehen: Zum hundertsten Mal betreut Löw am Freitag die Nationalmannschaft. Das Spiel findet in Mailand gegen Italien statt (20.45 Uhr ZDF, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

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Der Bundestrainer unterschreibt für zwei weitere Jahre - dennoch glauben eigentlich alle, dass er nach der WM aufhören wird. Im Beisein von DFB-Boss Wolfgang Niersbach und Generalsekretär Helmut Sandrock verlängerte Joachim Löw seinen Vertrag bis 2016.

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Von Assistent Hans-Dieter Flick wird er sich nach der WM in jedem Fall trennen müssen. Flick wird DFB-Spotdirektor. Und auch Löws Zukunft ist äußerst offen.

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2004 begann seine DFB-Karriere, als Jürgen Klinsmann Löw zu seinem Assistenten machte.

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Zusammen erlebten sie das Sommermärchen 2006.

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Es entstand das Phänomen der Fanmeile - wie hier in Berlin am Brandenburger Tor. Klinsmann und Löw wurden gefeiert.

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Danach übernahm der bisherige Assistent selbst. An seiner Seite stets Flick und Manager Oliver Bierhoff.

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Erste Bewährungsprobe war die EM 2008 in Österreich und der Schweiz. Gegen Gastgeber Österreich wurde Löw vom Platz gestellt. Er hatte angeblich zu heftig protestiert.

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Trotzdem schaffte es sein Team ins Finale - und Löw und Kapitän Michael Ballack waren da noch ein Herz und eine Seele.

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Der Bruch mit Ballack kam zwei Jahre später. Der Kapitän konnte verletzungsbedingt nicht mit zur WM nach Südafrika - danach bekam er beim DFB keine Chance mehr.

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Für Löw dagegen war das Turnier am Kap der Durchbruch. Sein Team begeisterte.

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Löw wurde zum Mann des Jahres, zum Trendsetter gar für Männermode.

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Seine Mannschaft überraschte mit rauschendem Offensivfußball die Welt, auch wenn sie im Halbfinale an Spanien scheiterte.

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Danach hatte Löw gut lachen. Seine Kritiker waren verstummt.

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Und der damalige DFB-Chef Theo Zwanziger beeilte sich, den Vertrag mit Löw zu verlängern. Vor der WM hatte er sich noch geziert und hatte damit den Bundestrainer schwer verärgert.

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Immer wieder suchte jetzt auch die Politik die Nähe zur Nationalmannschaft. Angela Merkel wurde sogar schon als Maskottchen des Teams bezeichnet.

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Dann der Rückschlag 2012: Die Mannschaft schied im Halbfinale als selbsternannter Turnierfavorit gegen die Italiener aus - und Löw stand mehr oder weniger unter Schockstarre.

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Jetzt soll das große Ziel in Brasilien anvisiert werden. Es könnte die letzte Herausforderung des Bundestrainers Löw werden.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?