Fotostrecke: Facebook, nur anders - DER SPIEGEL
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Fotostrecke Facebook, nur anders

Vom di­gi­ta­len Klas­sen­buch bis zum ira­ni­schen Face­book-Klon: Seit 1995 gibt es so­zia­le Netz­wer­ke mit unterschied­lichs­ten Schwer­punk­ten. Eine Über­sicht in der Bil­der­stre­cke.
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Classmates.com gilt als Vorgänger der modernen sozialen Netzwerke. Seit 1995 ist die Internetseite online. Über sie können Nutzer frühere Schulkameraden und Mitstudenten finden, sich mit ihnen austauschen und Jahrbücher anfertigen. Ihre Hochphase hatte die Plattform 2008 - Classmates galt als dritterfolgreichstes soziales Netzwerk der USA. Auch wenn er diesen Rang längst verloren hat, ist der Dienst aber immer noch im Netz zu finden.

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Myspace wurde 2003 gegründet und erfreute sich rasch großer Beliebtheit bei Bands und Musikliebhabern: Man kann dort Musik hohladen, teilen und bewerten. Ende 2007 galt Myspace als beliebtestes soziales Netzwerk. Doch Pornographie, Spam und Schadsoftware führten dazu, dass viele Nutzer zu Facebook abwanderten.

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2004 war Facebook erstmals im Web erreichbar. Heute ist es mit über 2 Milliarden aktiven Nutzern das größte soziale Netzwerk. Zudem ist es eine der drei meistbesuchten Internetseiten der Welt - und das, obwohl Facebook längst nicht in allen Ländern erreichbar ist.

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Im chinesischen Netz zum Beispiel wird der Zugang zu Facebook geblockt. Den landeseigenen Diensten kommt das zugute: Qzone ist einer der populärsten sozialen Netzwerke Chinas. 2005 wurde es gegründet, heute hat es 568 Millionen aktive Nutzer. Die allermeisten von ihnen kommen aus China.

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Um die Kommunikation zwischen Demonstranten der "Grünen Bewegung" zu verhindern, sperrte die iranische Regierung 2009 den Zugang zu Facebook und Twitter. Heute sind auch nahezu alle anderen sozialen Netzwerke blockiert. Eine Ausnahme ist der landeseigene Dienst Facenama.com, der jedoch mit Sicherheitsbedenken zu kämpfen hat und nur mäßig erfolgreich ist.

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Google versuchte bereits mehrfach vergeblich, unter den sozialen Netzwerken Fuß zu fassen. Nach Google Buzz und Orkut ging 2011 Google+ ins Netz. Doch auch dieser Dienst enttäuschte: Nur ein Bruchteil der drei Milliarden registrierten User nutzt es als soziales Netzwerk.

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Es ist das russische Pendant zu Facebook: VKontakte.ru ging 2006 ins Netz. Heute zählt es zu den meistbesuchten Websites Russlands und hat monatlich etwa 90 Millionen aktive Nutzer. Auch in Deutschland ist vk.com sehr beliebt. Das soziale Netzwerk zieht vor allem deutsche Nazis und Verschwörungstheoretiker an, die dort ihre fanatischen Ansichten verbreiten.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?