Flüchtlinge Grenzerfahrung zwischen Serbien und Ungarn
Auf der Flucht: Drei syrische Jugendliche helfen ihrer Großmutter, eine Treppe an der serbisch-ungarischen Grenze hinaufzusteigen. Im Hintergrund: Ein Wagen der Grenzkontrolleure.
Festgesetzt: Das Bild zeigt einen verhafteten Syrer mit seiner schwangeren Freundin. Beide waren zuvor gestoppt worden. Daraufhin hatten sie einen Polizisten angegriffen und versucht, wieder auf serbisches Gebiet zu fliehen.
Grenzgänger: Wie dieser Mann versuchen derzeit täglich Hunderte illegal von Serbien nach Ungarn zu gelangen. In diesem Jahr kamen bislang über 80.000 Flüchtlinge. Zum Vergleich: Bis 2012 waren es insgesamt rund 2000 Menschen. Den beschwerlichen Weg treten sie meist ohne Gepäck an.
Eine paar Züge an der Zigarette, ein Schluck Wasser: Dieser Kurde macht eine kurze Pause. Der Weg nach Ungarn ist für die Flüchtlinge anstrengend - und gefährlich.
Viele Einwanderer nehmen auf dem beschwerlichen Weg bis zu 20 Stunden keine Nahrung zu sich - und sind irgendwann schlicht unterzuckert. Dieses Bild zeigt Männer, die einem zusammengebrochenen Freund helfen.
Erschöpft zurückgelassen: Mancher Flüchtling kann einfach irgendwann nicht mehr. Die Polizei entdeckte diesen Mann auf der ungarischen Seite - seine Schlepper waren längst fort.
Migranten verstecken sich vor der Polizei im Wald: Doch die Hitze, die auch in der Nacht kaum nachlässt, Durst und Hunger treiben Flüchtlinge immer wieder zur Aufgabe. Völlig erschöpft lassen sie sich festnehmen.
Die Scheinwerfer der Polizeiautos erhellen den Nachthimmel. Die rechtsnationale Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán in Budapest geht hart gegen die Flüchtlinge vor. Unter anderem baut das Land einen vier Meter hohen und 175 Kilometer langen Zaun an der Grenze zu Serbien.
Eine Gruppe syrischer Migranten wurde von der ungarischen Polizei gestoppt. Die meisten Flüchtlinge versuchen, den Sicherheitskräften zu entkommen. Viele wollen weiter nach Deutschland oder Österreich. Doch wenn sie geschnappt und ihre Daten aufgenommen werden, ist ihre Reise zu Ende. Ihren Asylantrag müssen sie dann in Ungarn stellen.
Sein Baby auf dem Arm und auf eine Krücke gestützt wagt sich dieser Mann auf die Reise nach Ungarn. Was die Regierung in Budapest von dem Flüchtlingsstrom hält, hat sie mehrfach klar gemacht: "Das Boot ist voll", sagte Orbáns Sprecher Zoltan Kovacs.
Doch nicht nur die harte Hand des Staates oder die Anstrengung können für die Flüchtlinge zum Problem werden: Einige Migranten wählen den gefährlichsten Weg nach Ungarn: das Wasser. Das kann tödlich enden. Kürzlich starb ein Mann beim Versuch, durch den Fluß Theiß zu schwimmen.
Flüchtlingskind: Diese syrische Mutter hat ihren Säugling in Griechenland zur Welt gebracht. Jetzt wartet sie mit ihrer mittlerweile zwei Monate alten Tochter darauf, in ein ungarisches Flüchtlingscamp gebracht zu werden.