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Namibia Die späten Folgen der kolonialen Verbrechen

In deutschen Museen liegen Tausende in der Kolonialzeit geraubte Gegenstände. Nun gibt Baden-Württemberg zwei Objekte an Namibia zurück - und sorgt damit für Unruhe in dem afrikanischen Land.
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Ein Neues Testament und eine Peitsche aus dem Besitz von Hendrik Witbooi liegen in einer Vitrine im Linden-Museum für Völkerkunde. Das Land Baden-Württemberg will die Exponate als geraubte Kulturgüter im Februar an Namibia zurückgeben.

Foto: Marijan Murat/ picture alliance/dpa
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Aufnahme aus dem Krieg der Deutschen gegen die Völker der Herero und Nama (1904 bis 1908). Den kolonialen Verbrechen in "Deutsch-Südwestafrika" fielen in nur vier Jahren bis zu 100.000 Menschen zum Opfer.

Foto: National Archives of Namibia / AFP
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Bibel und Peitsche stammen aus dem Besitz des Nama-Häuptlings Hendrik Witbooi. Nach seinem Tod brachten die deutschen Besatzer die Gegenstände nach Stuttgart. Dort gehörten die beiden Objekte seit 1911 zum Bestand des Linden-Museums, als zwei von insgesamt etwa 25.300 kolonialen Objekten, davon allein 2200 aus Namibia.

Foto: Marijan Murat/ picture alliance/dpa
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2013 äußerte der namibische Staat den Wunsch, Bibel und Peitsche zurückzuerhalten. Auf Initiative der baden-württembergischen Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer (Grüne), beschloss die grün-schwarze Landesregierung Mitte November 2018 schließlich die Restitution. Doch wenn Ministerin Bauer an diesem Montagabend mit Bibel und Peitsche im Gepäck nach Namibia fliegt, sorgt sie in dem afrikanischen Land auch für Zerwürfnisse.

Foto: Sebastian Gollnow/ picture alliance/dpa
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